Pressemitteilung:

  • 10. Mai 2007

Armut in NRW nimmt weiter zu

SPD will das Thema Armut in Düsseldorf wieder auf die „politische Agenda“ setzen.
Die Armut und insbesondere die Kinderarmut in NRW weiten sich aus. Dies ist das erschreckende Fazit des gestern von der Landesregierung vorgelegten Sozialberichts für NRW.

Danach sind in NRW rund 2, 6 Millionen Menschen arm und haben weniger als 615 Euro im Monat zur Verfügung. Der Trend dabei weist, verglichen mit dem ersten Sozialbericht von 2004, eindeutig nach unten. Besonders für Kinder, Alleinerziehende, Zuwanderer und Langzeitarbeitslose hat sich die Situation deutlich verschlechtert. So lebt fast jedes vierte Kind unter 18 Jahren in einem einkommensarmen Haushalt und das Armutsrisiko von Personen in Familien mit Kindern im Alter von unter 18 Jahren ist überdurchschnittlich.

In diesem Zusammenhang kritisiert die SPD-Ratsfraktion zum wiederholten Male die Tatsache, dass 1999 die Armutsberichterstattung in Düsseldorf eingestellt und alle Initiativen und Anträge, das Thema Armut in Düsseldorf wieder auf die politische Tagesordnung zu setzen, an CDU und FDP scheiterten. Wahrscheinlich passt das Thema Armut nicht zur ihrer Vorstellung der „Boomtown-City“ Düsseldorf und all ihrer schicken Events.

Einen neuen Anlauf unternimmt die SPD-Ratsfraktion nun im nächsten Jugendhilfeausschuss. Ratsfrau und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Walburga Benninghaus:“ Um das Thema Bekämpfung von Kinderarmut auch in Düsseldorf weiterzubringen, beantragen wir in einem ersten Schritt die Vorstellung des Sozialberichts NRW im Ausschuss. Wir möchten damit das Thema Kinderarmut wieder auf die Düsseldorfer Agenda bringen“.