Meldung:

  • 27. Oktober 2016
Petra Kammerevert, MdEP

"Großartiges Engagement in und für Europa"

Parlamentsresolution zum 20-jährigen Bestehen des Freiwilligendienstes

® FKP
Ob im Kinderheim, in einem Nationalpark oder bei einem Flüchtlingsprojekt - mehr als 100.000 junge Europäerinnen und Europäer haben sich seit zwei Jahrzehnten bis zu einem Jahr lang in gemeinnützigen Projekten engagiert.

"Der Europäische Freiwilligendienst ist eines der wirksamsten Instrumente einer nachhaltigen Integration in Europa. Junge Menschen zwischen 17 und 30 Jahren arbeiten für eine bestimmte Zeit in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland. Sie sammeln neue Ideen, neue Perspektiven und neue Erfahrungen. Dadurch bilden sie wichtige Kompetenzen für ihre persönliche Entwicklung und berufliche Zukunft heraus", kommentiert Petra Kammerevert, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten im Europäischen Parlament, die am Mittwoch zum Jubiläum verabschiedete Resolution des Europäischen Parlaments.

Seit 20 Jahren konnten so mehr als 100.000 Jugendliche interkulturell lernen, Sprachkenntnisse vertiefen, sich international vernetzen, neue Freunde finden und den Erfolg überwiegend sozialer Projekte aktiv mitgestalten. "Man kann nicht in der Theorie lernen, sich in der Fremde zurechtzufinden, darüber hinaus für Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund Einfühlungsvermögen zu entwickeln und für sie solidarisch Verantwortung zu übernehmen. Man muss es buchstäblich erleben und dies macht das Projekt so einmalig und erfolgreich", so Petra Kammerevert.

Viele der jährlich 500 deutschen Programmteilnehmerinnen und -teilnehmer berichteten von einer spannenden, prägenden Zeit, die sie nicht selten zu überzeugten Anhängern eines vielfältigen, aber vereinten Europas machten.

"In der Resolution stellen wir Parlamentarier klar, dass die seitens Kommissionspräsident Juncker gewünschten Europäischen Solidaritätskorps aus unserer Sicht nur in Kombination mit dem Europäischen Freiwilligendienst funktionieren. Es würde beiden Projekten schaden, wenn sie in Konkurrenz zu einander stünden. Insoweit erwarten wir, dass solche Korps auf der gut funktionierenden Trägerstruktur des Freiwilligendienstes aufbauen - und sie so stärken anstatt sie in Frage zu stellen", betont Petra Kammerevert.