Pressemitteilung:

  • 22. April 2016

Zukunft der Linie 708 - Ampel will breit angelegte Evaluation

„Die Behauptung von Frau Böcker, dass die 708 kaputt gemacht werden soll, entbehrt jeder Grundlage und wird durch die anstehende, breit angelegte Evaluation der Linie deutlich widerlegt. Wir sind zunächst einmal daran interessiert, eine möglichst solide Sachgrundlage für die Entscheidung über die Zukunft der 708 zu schaffen.“ So kommentiert Martin Volkenrath (SPD), Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsausschusses die Presseberichterstattung über die Zukunft der Straßenbahnlinie 708.

„Allein der Rat bestimmt, welche Linien gefahren werden“, ergänzt Norbert Czerwinski, Fraktionssprecher der GRÜNEN. „Es war doch die Ampel, die nach der Kommunalwahl 2014 durchgesetzt hat, dass die 708 nach Eröffnung der Wehrhahnlinie für ein Jahr weiter fährt und nicht – wie von Rheinbahn und CDU ursprünglich geplant – einfach entfällt. Bei der anstehenden Evaluation werden wir genau darauf achten, dass sie konstruktiv und ergebnisoffen durchgeführt wird, und nicht einfach nur die Fahrgäste gezählt werden.“

Nach Vorstellungen der Ampel-Fraktionen sollen nicht nur Zählungen und Fahrgastbefragungen in den Bahnen der 708 erfolgen, sondern auch alle Ticket-Abonnenten im Einzugsgebiet der Linie befragt werden. Dadurch können rund 80% aller Rheinbahn-Nutzer erreicht werden.

Laut Manfred Neuenhaus, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Ratsfraktion, sollen auch neue Kundenpotentiale untersucht werden: „Wir möchten z.B. auch prüfen, wie durch eine verlängerte Linienführung mit Anbindung der neuen (Fach-)Hochschule Düsseldorf dort neue Nutzer für den ÖPNV gewonnen werden können. In Derendorf entsteht gerade ein komplett neues, studentisch geprägtes Quartier, da ist eine bestmögliche ÖPNV-Erschließung unerlässlich. Daher wollen wir die Studierenden vor Ort ebenfalls in die Befragung einbinden.“

Mit dieser breit aufgestellten Evaluation will die Ampel somit die tatsächlich Fahrgastzahlen und -potentiale der 708 ermitteln und somit eine solide Sachgrundlage für die Entscheidung über die Zukunft der Linie schaffen. Auch Frau Böcker und CDU sind herzlich eingeladen, sich konstruktiv an diesem Prozess zu beteiligen.