Pressemitteilung:

  • 12. April 2016

„Mehr Azubis sollen ERASMUS+ nutzen"

Europäisches Parlament will Mobilitäts- und Bildungsprogramm stärken

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"Die Entschließung fördert den EU-weiten Austausch von Auszubildenden, Schülern und Erwachsenen", freut sich Petra Kammerevert, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten. Am Dienstag wird das Europaparlament in Straßburg einem Bericht zu ERASMUS+ voraussichtlich zustimmen.

„Grundsätzlich halte ich es politisch nach wie vor für richtig, dass wir die Bildungs- und Mobilitätsprogramme der EU für Studierende, Auszubildende, Schüler und Erwachsene seit 2014 unter dem Dach ‚ERASMUS+‘ zusammengefasst haben. Damit sollte die Wirkung der Programme in ihrer Breite verstärkt werden“, sagt Petra Kammerevert. "Genau hier müssen wir bei der Überarbeitung ansetzen. Zwar sind Studierende in der EU bereits sehr mobil. Hingegen gibt es bei Schülern, Azubis und in der Erwachsenenbildung noch Verbesserungspotenzial."

„Dort gibt es größere Schwierigkeiten in der Umsetzung, weil vor allem die Berufsausbildungswege in der EU sehr unterschiedlich aussehen, während Studiengänge harmonisiert sind. Um die Attraktivität der Angebote im Rahmen von Leonardo zu erhöhen, muss hier Geleistetes einfacher gegenseitig anerkennbar und besser werden.“

Zudem wäre laut Petra Kammerevert eine einheitliche Strategie der Informationspolitiken in den Mitgliedsstaaten notwendig, damit die Nutzerfreundlichkeit steige. All dies seien Aspekte, die die Politik in der Ende 2016 anstehenden Überarbeitung zum ERASMUS+ -Programm berücksichtigen werde.

„Comenius für Schüler, Leonardo für Azubis, Grundtvig für Erwachsene und Jugend in Aktion müssen bekannter und zugänglicher werden. Das Programm kann einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen leisten. Dennoch darf man es nicht als Maßnahme zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit missverstehen. Es bleibt das Bildungs- und Mobilitätsprogramm der EU. Wenn es noch zielgerichteter wirkt, wird es indirekt einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen soziale Ungleichheiten schaffen“, sagt Petra Kammerevert.