Pressemitteilung:

  • 01. April 2016

Mettigel in Düsseldorf vom Aussterben bedroht?

Vor dem Hintergrund schnell fortschreitender Veränderungen der Speisegewohnheiten im gastronomischen und privaten Bereich sieht der Vorsitzende des Ausschusses für Umweltschutz und SPD-Ratsherr Philipp Tacer die Bemühungen des Artenschutzes zunehmend gefährdet und mahnt dringend Gegenmaßnahmen an.

„Angesichts unseres vehementen Einsatzes zum Schutz des Metti-gels beobachte ich mit großer Sorge die zunehmende Verbreitung des Kresseigels selbst in der gehobenen Gastronomie. Besonders dramatisch finde ich dabei noch die z. T. nur schwer nachvollziehbare Argumentation der Gegner
  • innen des Mettigels, dass im Kühlfach gelagerte Kresseigel wegen des dadurch ver-langsamten Wachstums fester Bestandteil der Slowfood-Bewegung seien. Die Haltung in abgedunkelten Biofresh-Fächern entspricht damit keinesfalls unseren Vorstellungen einer artgerechten Haltung, einer an Licht und Sonne angepassten Spezies,“ erklärt Philipp Tacer in Bezug aufgrund der bisherigen dramatisierten politischen Dis-kussion.

    Gleichermaßen unverständlich reagiert Frank Spielmann, SPD-Ratsherr und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaften, auf die bisherige Debatte. „Auf dem Wege hin zu einer breiten öffentlichen Akzeptanz des Mettigels waren wir doch in den letzten Jahren sehr weit vorangekommen. Insofern weise ich auch sehr eindrücklich auf die Folgen einer fortschreitenden Verdrängung des Mettigels für die Düsseldorfer Wirtschaft hin, wenn in Zukunft im Gartenbau und in der Land-wirtschaft nur noch Kresseigel gehalten werden sollen. Die Folgen für eine vollständige Verdrängung des Mettigels durch eine Weiterverbreitung des Kresseigels in der Gastronomie und bei großen Betriebsfeiern kommt zugleich einem Bruch mit der gelebten rheinischen Tradition gleich, was ich mir so nicht vorzu-stellen vermag“, so Ratsherr Frank Spielmann weiter.

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