Pressemitteilung:

  • 23. Februar 2016

Philipp Tacer: „Weil die Energiewende auch eine Wärmewende ist, muss der Ausbau der Fernwärme in Düsseldorf beschleunigt werden!“

Der Vorsitzende des Ausschusses für Umweltschutz und SPD-Ratsherr Phi-lipp Tacer setzt sich vor dem Hintergrund der Inbetriebnahme des neuen hocheffizienten Kraftwerksblock „Fortuna“ der Stadtwerke Düsseldorf für den weiteren und schnelleren Ausbau des Fernwärmenetzes in Düsseldorf ein.

„Angesichts der auf der Weltklimakonferenz in Paris beschlossenen Ziele zum Klimaschutz haben wir mit dem Bau des hocheffizienten Gas- und Dampfkraftwerks in Düsseldorf einen großen Schritt voran in Richtung kli-maneutrale Stadt geschafft. Auch in Düsseldorf spüren wir schon heute die Auswirkungen des Klimawandels, etwa in Form von Starkregen und Hitze-wellen. Jetzt kommt es darauf an, das Potential des weltweit modernsten Kraftwerks in Düsseldorf durch einen beschleunigten Ausbau der CO2-armen Fernwärme in unserer Stadt vollumfänglich zu nutzen,“ erklärt Philipp Tacer in Bezug auf den erkenntnisreichen Vortrag des Vorstandsvorsitzenden der Stadtwerke Düsseldorf Herrn Dr. Udo Brockmeier zum Kraftwerksneubau in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz.

Die Versorgung mit Wärme spielt beim Ausstoß von klimaschädlichen Treib-hausgasen eine zentrale Rolle. So entfallen auf die Wärmeversorgung heute 43% aller CO2-Emissionen in Deutschland. Deswegen gehen von innovativen Wärmelösungen enorme Potentiale für das Gelingen der Energiewende und für den Klimaschutz aus.

„Das Thema Fernwärme ist ein noch ungehobener Schatz der Energiewende vor Ort. Im Hinblick auf die Anzahl der Fernwärmeanschlüsse haben wir in Düsseldorf ein großes Potential für neue Anschlüsse, das wir durch strategi-sche Maßnahmen nutzen sollten. Hier können wir auch von anderen Städten wie Stuttgart oder Berlin lernen, die in puncto Nutzung der Fernwärme schon weiter sind. Die SPD-Fraktion wird bei der bald anstehenden Fortschreibung des kommunalen Klimaschutzprogramms die Effizienzvorteile der Fernwärme aufgreifen und auf einen zügigeren Ausbau der Fernwärme in Düsseldorf hinarbeiten. Hierbei setzen wir auch auf die verstärkte Unterstützung durch das Bau- und Planungsdezernat, da beim Neubau von Gebäuden dort die entscheidenden Gespräche mit Projektentwicklern und Investoren stattfinden“, so Philipp Tacer weiter.

Auch im Hinblick auf das Thema Fernwärme erweist sich die Entscheidung der Düsseldorfer Ampel-Kooperation, den Umfang der finanziellen Förde-rung von kommunalen Klimaschutzmaßnahmen angehoben zu haben, als richtig. Das Förderprogramm ´Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten´ ermöglicht in Düsseldorf neben der Bezuschussung von energetischen Ge-bäudesanierungen in Privathaushalten und in gemischt genutzten Be-standsgebäuden auch die finanzielle Förderung von neuen Fernwärmean-schlüssen in bestehenden Gebäuden.

„Mit den Mitteln aus dem `Programm Klimafreundliches Wohnen und Arbei-ten´ und der verstärkten Förderung der Fernwärme leisten wir auch einen Beitrag zur lokalen Wirtschaftsförderung und zur finanziellen Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen. Energieeinsparende Gebäudesanierungen eröffnen auch für das lokale Handwerk neue Betätigungsfelder und die Bürgerinnen und Bürger profitieren in besonderer Weise vom Ausbau der Fernwärme, weil sich ihre Energie- und Wartungskosten reduzieren. Dies zeigt, dass die Themen CO2-Gebäudesanierung und Ausbau der Fernwärme zwei Seiten derselben Medaille sind. Wir werden diesen Weg im Interesse von Menschen und Umwelt in Düsseldorf konsequent weiter verfolgen“, so Philipp Tacer ab-schließend.