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  • 23. Februar 2016

„Mustang“ feierte Vorpremiere in der Blackbox“


v. l. n. r. Bernd Designer, Petra Kammerevert, Frank Henschke
LUX-Preis-Gewinnerfilm „Mustang“ begeisterte das Düsseldorfer Publikum

Bereits zum 7. Mal hieß es in der Einladung des Filmmuseums Düsseldorf und der SPD-Europaabgeordneten Petra Kammerevert „Eintritt frei für einen Kinoabend in Düsseldorf“. In diesem Jahr wurde der Gewinnerbeitrag des Lux-Filmpreises 2015 „Mustang“ vor dem offiziellen deutschen Kinostart gezeigt. Mehr als 120 Besucher konnten so einen wunderbaren Kinoabend in der „Black Box“ verbringen und mit dem Ko-Produzenten von Vistamar Filmproduktion, Frank Henschke, über den Film, seine Entstehungsgeschichte sowie über die Frage diskutieren, ob Filme tatsächlich in der Lage sind, gesellschaftliche Diskussionen in Gang zu setzen. Frank Henschke war sichtlich stolz auf den Erfolg des vom ihm koproduzierten Films. „Ich war bereits beim Lesen des Drehbuchs von diesem Film überzeugt. Er zeigt einmal mehr, dass auch Debütfilme professionell inszeniert und tiefgründig sein können“.

„Mustang" wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2015 gewann der Film den Europa Cinema Label Award sowie den Lux-Filmpreis 2015 des Europäischen Parlaments. Darüber hinaus ist der Film für einen Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert.

Die SPD-Europaabgeordnete Petra Kammerevert, Mitglied im Kulturausschuss des Europäischen Parlaments, deutete bereits in ihrem einführenden Vortrag an, warum gerade dieser Film den Preis der Parlamentarier erhielt: "'Mustang' befasst sich mit dem brisanten Thema der Zwangsheirat in der Türkei und erzählt den Stoff mit einer Leichtigkeit, die die Zuschauer in den Bann zieht, ohne die gebotene Seriosität zu beeinträchtigen. Eine starke Bildsprache verdeutlicht, wie die fünf Schwestern allmählich ihres gesellschaftlichen Lebens beraubt werden – ihr Wohnhaus gleicht am Ende einem Gefängnis. Lale, das wildeste Pferd unter den 'Mustangs', lehnt sich schließlich aktiv dagegen auf. Liebe, Selbstbestimmung, Tradition, Emanzipation und Freiheit - große europäische Themen werden so eindrucksvoll inszeniert. Die europäischen Filme sind heute kraftvoller und kreativer denn je und der Film reflektiert diese Entwicklung eindrucksvoll.“

Am Ende des Kinoabends zeigten sich auch die Besucherinnen und Besucher des Kinos tief beeindruckt von dem gezeigten Films und hatten anschließend die Gelegenheit, bei einem kleinen Stehempfang mit Herrn Bernd Desinger, Leiter des Filmmuseums Düsseldorf, Frank Henschke sowie der SPD-Europaabgeordneten Petra Kammerevert ins Gespräch zu kommen.

Hintergrund: Mit dem LUX-Filmpreis zeichnet das Europäische Parlament Filme aus, die in besonderer Weise die Universalität der europäischen Werte, die kulturelle Vielfalt und das Zusammenwachsen Europas veranschaulichen. Der Preis finanziert die Untertitelung in die 24 Amtssprachen der EU und die Verbreitung auf DVD.