Meldung:

  • 04. Februar 2015
SPD-Bundestagsfraktion vor Ort:

In Würde leben, in Würde sterben Palliativmedizin, Hospizarbeit und die Debatte um Sterbehilfe

Am 20. Februar 2015 lädt die SPD-Bundestagsfraktion um 19.00 Uhr in das Haus der Universität ein

Am Freitag, 20. Februar 2015,
um 19 Uhr im Haus der Universität Düsseldorf
Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf

Diskussionsveranstaltung der SPD-Bundestagsfraktion

In Würde leben, in Würde sterben
Palliativmedizin, Hospizarbeit und die Debatte um Sterbehilfe

Anmeldung bitte per E-Mail an andreas.rimkus@bundestag.de oder telefonisch unter 0211 869 37 888

Die aktuelle Debatte in unserer Gesellschaft über Sterbehilfe ist häufig geprägt von Unsicherheiten und Ängsten, die viele Menschen haben, wenn sie an ihr Lebens-ende oder das ihrer Familienangehörigen denken. Die moderne Medizin stellt uns am Lebensende vor die Frage, wie das Sterben begleitet werden kann. Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, ob und wenn ja, in welcher Form, Sterbehilfe geleistet werden darf. Sie reichen von der Strafbarkeit jeglicher Suizidteilnahme bis zum Plädoyer für die Freigabe der Tötung auf Verlangen.

Im November letzten Jahres fand im Deutschen Bundestag der Auftakt zu einer der wohl anspruchsvollsten Debatten in dieser Wahlperiode statt. Die Abgeordneten haben ihre mitunter sehr persönlichen Erfahrungen und individuellen Einschätzungen zu Sterbebegleitung und Sterbehilfe diskutiert. Das Parlament hat sich vorgenommen, im Herbst 2015 über verschiedene fraktionsübergreifende Anträge abzustimmen.

Der Ausbau von Hospizarbeit und Palliativmedizin wird von einer großen Mehrheit im Parlament und der Bevölkerung gefordert und muss unseres Erachtens im Zentrum stehen. Aus unserer Sicht darf die Antwort einer solidarischen Gesellschaft auf die Fragen von Sterben und Tod nicht die Ausweitung von Sterbehilfe sein. Wir brauchen mehr und bessere Hospizarbeit und Palliativmedizin.

In dieser Diskussionsveranstaltung soll es um die Fragen zu Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid gehen, um die Achtung des Lebens bis zum Ende und das Selbst-bestimmungsrecht. Dazu gehören auch der gesellschaftliche Umgang mit Alter, Krankheit und Tod, die palliativmedizinische Versorgung, die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen und die Rolle von medizinischem Personal, Verwandten, Betroffenen und Sterbehilfevereinen. Es geht auch um die Frage, ob organisierte Sterbehilfe erlaubt oder verboten werden sollte.

Die SPD-Bundestagsfraktion diskutiert darüber derzeit sehr intensiv, deshalb freuen wir uns auf Ihre und eure Meinungen und Erfahrungen.

Mit den besten Grüßen
Andreas Rimkus MdB
Kerstin Griese MdB


Programm

19.00 Uhr Begrüßung

Andreas Rimkus, MdB

19.10 Uhr Impulsvortrag

In Würde leben, in Würde sterben

Kerstin Griese, MdB,
Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD-Bundestagsfraktion

19.25 Uhr Impulsvortrag

„Der Patient möchte sterben. Was nun?“

Prof. Dr. Raymond Voltz,
Direktor des Zentrums für Palliativmedizin der Universitätsklinik Köln

19.35 Uhr Impulsvortrag

Die Bedeutung der Hospizarbeit in der Sterbebegleitung

Dr. Susanne Hirsmüller,
Hospizleitung EVK Düsseldorf


19.45 Uhr Diskussion mit:

Andreas Rimkus, MdB

Kerstin Griese, MdB

Prof. Dr. Raymond Voltz

Dr. Susanne Hirsmüller

sowie dem Publikum

Moderation:

Birgit Weihrauch,
Staatsrätin a. D. und ehemalige Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands DHPV

20.30 Uhr Fazit und Schlusswort

Andreas Rimkus, MdB