Pressemitteilung:

  • 23. Januar 2015
Düsseldorf / Berlin

Kinderlärm ist Zukunftsmusik – auch auf dem Sportplatz!

Andreas Rimkus MdB und Markus Herbert Weske MdL

Pixelio / Pircher Karl (Pixelio / Pircher Karl)
Zur Ankündigung der Bundesregierung, die strengen Lärmschutzauflagen für den Betrieb von Sportstätten in Wohngebieten zu lockern, erklärten der Düsseldorfer SPD-Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus, und der Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordnete Markus Herbert Weske: „Auch in Düsseldorf schwelt seit einiger Zeit ein Konflikt zwischen Sportvereinen und den Anwohnerinnen und Anwohnern von Sportanlagen. Im Ergebnis sind die Sportvereine gezwungen, beispielsweise die Zahl der Jugendmannschaften sowie den Sportbetrieb insgesamt zu begrenzen. Erste Vereine hatten zwischenzeitlich sogar die Auflage bekommen, generell keine neuen Mitglieder mehr aufzunehmen. Daher ist es richtig, dass die Bundesregierung auf unsere Initiative hin endlich das Problem aufgreift: Kinderlärm ist Zukunftsmusik – auch auf dem Sportplatz!“

Rimkus fordert, daher gezielt die Position von Kindern und Jugendlichen in den Konfliktsituationen zu stärken: „Dafür ist eine Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes notwendig. Die Sportvereine haben schließlich eine große gesellschaftliche Aufgabe für die Kinder und Jugendlichen übernommen, der sie nur mit dem aktiven Sport und mit der intensiven Nutzung ihrer Sportanlagen gerecht werden können. Die SPD macht sich für eine einvernehmliche Lösung stark. Auch meine grundsätzliche Haltung ist ganz klar: ich werde mich mit Nachdruck für die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz einsetzen. “

Weske, der auch Mitglied im Sportausschuss des Landtags ist, ergänzt: „2011 hatten Landtag und Bundestag bereits eine Änderung der Immissionsschutzgesetze beschlossen, wonach „Kinderlärm“ in Wohngebieten, der von Kindertageseinrichtungen, Kinderspielplätzen und ähnlichen Einrichtungen wie beispielsweise Ballspielplätzen ausgeht, im Regelfall keine schädliche Umwelteinwirkung ist und daher toleriert werden muss. In diese Ausnahmeregelung wollen wir die Sportanlagen aufnehmen.“