Pressemitteilung:

  • 05. Dezember 2014
Berlin / Düsseldorf

„Ich sage: Ja zum Meister!“

Der Bundestagsabgeordnete und Elektroinstallateur-Meister Andreas Rimkus begrüßt den Antrag zum Deutschen Meisterbrief

Nach 25 Jahren - der silberne Meisterbrief
Der Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete und Elektroinstallateur-Meister Andreas Rimkus begrüßt den Antrag des Bundestages zum Deutschen Meisterbrief und stellt fest: „Insbesondere die meistergeführten Handwerksbetriebe tragen maßgeblich dazu bei, dass jungen Menschen durch eine hochwertige Berufsausbildung vielseitige berufliche Perspektiven in allen Wirtschaftsbereichen eröffnet werden.“

Das deutsche Handwerk bildet mit rund einer Million Betriebe und mehr als 5,3 Millionen Erwerbstätigen eine tragende Säule des deutschen Mittelstandes. Das Handwerk ist hoch innovativ, regional verankert und erschließt sich durch seine leistungsfähigen Betriebe auch erfolgreich neue Märkte auf europäischer und internationaler Ebene. In über 130 Gewerken bilden Handwerksbetriebe rund 400.000 junge Menschen aus. Jährlich werden rund 120.000 neue Ausbildungsverträge geschlossen. Für den Erfolg der dualen Ausbildung im Handwerk ist der Erwerb der Meisterqualifikation als Zugangsvoraussetzung zu den 41 nach der Handwerksordnung reglementierten Berufen ein bestimmender Faktor.
Für Andreas Rimkus, MdB, ist das Handwerk der „bedeutendste und vielseitigste Wirtschaftszweig in Nordrhein-Westfalen“, in dem in rund 186.200 Betrieben über 1,1 Million Beschäftigte arbeiten und damit den stärksten Wirtschaftsbereich des Bundeslandes abbilden. Zur Qualifikation der Meisterin und des Meisters gehört eine hohe fachliche Kompetenz, um eine dauerhaft hohe Produkt- und Dienstleistungsqualität im Handwerk zu gewährleisten, die für ein starkes Verbrauchervertrauen besteht und weltweit mit dem Gütesiegel ‘Made in Germany‘ eng verbunden ist.

„Damit ist das Handwerk für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands von entscheidender Bedeutung, denn hohe Qualifikationen ermöglichen auch erst Innovationen“, so Andreas Rimkus.

Im Rahmen der dualen Ausbildung zur Handwerksmeisterin und zum Handwerksmeister leistet das Handwerk einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der gewerblichen Wirtschaft jenseits des akademischen Bereichs. Daher ist der geprüfte Meister im Deutschen Qualifikationsrahmen auch gleichgesetzt worden mit dem akademischen Bachelor-Abschluss, als sogenannter ‘Bachelor Professional‘. Deutschland nimmt hier zusammen mit der Schweiz eine Vorreiterrolle ein. Dies ist ein wichtiger Baustein der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und ein zentraler Grund für die niedrige (Jugend-) Arbeitslosigkeit beider Länder.

Die Erfahrungen nach der Handwerksnovelle 2004 haben gezeigt, dass eine Deregulierung bei der Zulassung nicht zwangsläufig zu einem Wachstumsschub und zu nachhaltig mehr Beschäftigung führt. Zwar stieg bundesweit die Zahl der Existenzgründungen, doch rund 60 Prozent der nach der Novelle zulassungsfreien Betriebe waren fünf Jahre nach Neugründung vom Markt verschwunden. Gleichzeitig sank die Ausbildungsleistung drastisch und die Zahl der Gesellenprüfungen im nicht mehr meisterpflichtigen Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk ging von 1.665 im Jahr 2003 auf 658 im Jahr 2010 zurück. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Meisterprüfungen von 557 auf 84.

Daher ist es zwingend notwendig, im Rahmen der Novellierung das bestehende System der zulassungspflichtigen Handwerksberufe zu stärken, da es einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands, zum Verbraucherschutz und zur Qualifizierung junger Menschen im Rahmen des Systems der dualen Ausbildung leistet. Die Frage der Reglementierung von Berufen muss eine autonome Entscheidung der Mitgliedstaaten bleiben.

Zum einen kann das duale Ausbildungssystem nur dann in seiner Leistungsfähigkeit aufrechterhalten werden, wenn gesetzlich geregelt ist, dass die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter über meisterliche Fähigkeiten verfügen. Zum anderen muss die Bedeutung der Zulassungspflicht von Handwerks-berufen als zentrales Element einer präventiven Gefahrenabwehr zwecks Absicherung eines hohen Verbraucherschutzniveaus anerkannt werden.

Aus diesem Grund steht der Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus voll hinter dem Antrag des Deutschen Bundestags: „Ich sage: Ja zum Meister!“