Meldung:

  • Düsseldorf, 08. Oktober 2014
Offener Brief

Appell zum Erhalt aller 6500 Arbeitsplätze im Düsseldorfer Sprinterwerk von Mercedes Benz

Düsseldorfer Parteivorsitzende schreiben dem Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG Dr. Dieter Zetsche
Portrait Andreas Rimkus

Andreas Rimkus MdB sorgt sich um die Arbeitsplätze im Sprinterwerk von Daimler in Düsseldorf-Derendorf
Herrn Dr. Dieter Zetsche
Vorsitzender des Vorstandes
Konzernzentrale Daimler AG
70546 Stuttgart


Nachrichtlich:
Herrn Wilfried Porth
Personalvorstand /Arbeitsdirektor Daimler AG und Vorstand für das Geschäftsfeld Vans


Sehr geehrter Herr Dr. Zetsche,

mit großer Sorge verfolgen wir, die Vorsitzenden der Parteien in der Landeshauptstadt Düsseldorf, die in der Diskussion stehende Verlagerung von Produktionskapazitäten aus dem Karosserie- und Montagewerk für Transporter (Sprinter) in Düsseldorf in die NAFTA-Region nach Übersee.

Das Sprinterwerk in Düsseldorf ist das größte Transportwerk der Daimler AG. Die mehr als 6.500 Beschäftigten in den drei Produktionsschichten vor Ort leisten hervorragende Arbeit, was durch die anhaltend positive Ertragslage des Düsseldorfer Werks und die hohe Nachfrage nach Transportern der Sprinter-Reihe kontinuierlich belegt wird.

Die Automobilindustrie gehört ökonomisch zu den wichtigsten Branchen der deutschen Wirtschaft und trägt damit maßgeblich zu den Wertschöpfungsprozessen und zum Wohlstand in unserem Land bei. Die deutschen Automobilhersteller und ihre Belegschaften überzeugen durch eine hohe Produktivität, herausragende Qualität sowie durch stetige technische Innovationen. Die Internationalisierung der Produktion in der Branche hat dabei bisher nie zum Abbau heimischer Arbeitsplätze geführt.

Insbesondere in der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf und der Metropolregion Rhein-Ruhr ist das Mercedes-Benz Werk von herausragender Bedeutung für den Arbeitsmarkt und die regionale Wirtschaft, da neben den unmittelbar im Sprinterwerk bestehenden Arbeitsplätzen auch viele tausend weitere Arbeitsplätze sowie Wertschöpfungsketten bei Zulieferunternehmen und in der Dienstleitungsbranche mit dem Düsseldorfer Werk verbunden sind.

Die Parteien in der Landeshauptstadt Düsseldorf bekennen sich ausdrücklich zum Daimler-Standort in Düsseldorf-Derendorf. Wir möchten zur Zukunftssicherung des Standortes beitragen und werben bei Ihnen für den dauerhaften Erhalt aller vorhandenen Arbeitsplätze im Düsseldorfer Sprinterwerk.

Die soziale Marktwirtschaft ist und wird geprägt von der Idee, dass leistungsorientierter Wettbewerb auf dem Markt und unternehmerischer Erfolg zum Wohlstand der Menschen beitragen und sie an der wirtschaftlichen Prosperität teilhaben lassen.

In diesem Sinne stehen auch wir als Politik in der Verantwortung, geeignete Bedingungen zu schaffen, die zum Erhalt von Arbeitsplätzen und zu zukunftssichernden Investitionen beitragen.
Wir möchten Ihnen daher mit diesem Schreiben unsere Bereitschaft signalisieren, gemeinsam mit Ihnen nach tragfähigen Lösungen für die nachhaltige Sicherung der vorhandenen Arbeitsplätze im Sprinterwerk in Düsseldorf zu suchen.

Als Vorsitzende der Düsseldorfer Parteien stehen wir und die jeweiligen Mandatsträger unserer Düsseldorfer Parteien auf den verschiedenen politischen Ebenen – vom Stadtrat der Landeshauptstadt Düsseldorf, über den Landtag von Nordrhein-Westfalen bis zum Deutschen Bundestag und dem Europäischen Parlament - Ihnen jederzeit gerne für Gespräche zur Verfügung.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir gemeinsam mit Ihnen die weitere wirtschaftliche Erfolgsgeschichte von Daimler am Standort Düsseldorf zukunftsgerichtet gestalten können.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Rimkus MdB
Vorsitzender der SPD Düsseldorf

Thomas Jarzombek MdB
Vorsitzender der CDU Düsseldorf

Mona Neubaur / Olaf Bursian
Vorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Düsseldorf

Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann
Vorsitzende der FDP Düsseldorf