Meldung:

  • 23. September 2014
Presseinformation

„Alle Arbeitsplätze im Düsseldorfer Sprinter-Werk müssen erhalten und gesichert werden!“

Andreas Rimkus MdB und Markus Herbert Weske MdL
Andreas Rimkus, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Düsseldorf und Mitglied im Verkehrsausschuss, fordert von dem Unternehmen Daimler den Erhalt aller 6.500 Arbeitsplätze in den drei Schichten der Düsseldorfer Sprinterproduktion und solidarisiert sich mit der Belegschaft im Daimler-Werk in Derendorf:

„Die Beschäftigten im Düsseldorfer Sprinter-Werk der Firma Daimler leisten eine hervorragende Arbeit. Die gute ökonomische Ertragslage des Derendorfer Werkes und die starke Nachfrage nach den Sprinter-Fahrzeugen belegen dies ausdrücklich. In Düsseldorf werden jährlich über 170.000 Sprinter produziert. Der Sprinter ist damit ein führendes Produkt in der weltweiten Nutzfahrzeugsparte und ein elementarer Bestandteil der erfolgreichen deutschen Automobilindustrie. Dies darf in Düsseldorf nicht aufs Spiel gesetzt werden“, erklärt Andreas Rimkus.

„Daimler ist nicht nur der größte industrielle Arbeitgeber in der Landeshauptstadt Düsseldorf sondern zählt auch NRW-weit zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Industrie“, betont der SPD-Landtagsabgeordnete für den Düsseldorfer Norden, Markus Herbert Weske. Die weltweiten Verwerfungen auf den Finanzmärkten und die europäische Wirtschaftskrise haben gezeigt, dass diejenigen Volkswirtschaften erfolgreich sind, die über eine starke industrielle Basis mit Mitbestimmungsrechten der Beschäftigten in den Betrieben verfügen. Der Erhalt der Arbeitsplätze im Derendorfer Werk ist deshalb nicht nur für den Standort Düsseldorf wichtig, sondern insgesamt ein wirtschaftspolitisches Gebot der Stunde.


Die Unternehmensleitung von Daimler erwägt derzeit einen Stellenabbau in Höhe von bis zu 1.800 Arbeitsplätzen im Düsseldorfer Werk, um einen Sprinter-Produktionsstandort in Übersee zu errichten. In die USA werden jährlich rund 25.000 Sprinter aus der Düsseldorfer Produktion exportiert. Ein Stellenabbau im Daimler-Werk wäre in der exportstarken deutschen Automobilindustrie ein Novum, da die Internationalisierung der heimischen Autohersteller in der Vergangenheit nicht zu Lasten von Arbeitsplätzen in Deutschland erfolgte.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass die Düsseldorfer Beschäftigten mit den von ihnen erwirtschafteten Gewinnen nun den Abbau ihrer eigenen Arbeitsplätze finanzieren sollen. Die Unternehmensführung von Daimler ist deshalb aufgefordert, der Belegschaft eine Beschäftigungsgarantie auch über das Jahr 2016 hinaus zu geben. Die Beschäftigten im Sprinter-Werk haben beim Einsatz für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze meine Solidarität und politische Unterstützung“, stellt Andreas Rimkus abschließend fest.