Pressemitteilung:

  • 22. Mai 2014

Ehemaliges Schlachthof- und Schlösserareal Derendorf: SPD fordert bezahlbares Wohnen für Studierende

„Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Stadt ihre eigene Wohnbaufläche auf dem ehemaligen Schlachthofareal nicht in Zusammenarbeit z.B. mit dem Studierendenwerk für studentisches Wohnen nutzt. Dabei gibt es für die Fläche neben dem neuen FH-Gelände an der Münsterstraße bereits sogar schon einen politischen Beschluss, der im Grundsatz eine Wohnbebauung vorsieht“, sagt Philipp Tacer, Sprecher der SPD- Fraktion im Stadtbezirk 1.

Seit 2010 diskutieren Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung über die künftige Nutzung des Areals. Die SPD fordert seit langem die Schaffung von bezahlbaren Wohnungen unter anderem für Studierende. Für Tacer darf dieser Prozess nicht weiter in die Länge gezogen werden. „ Dass immer mehr Studierende massive Probleme haben, eine bezahlbare Wohnmöglichkeit in Düsseldorf zu finden, ist seit langem bekannt. Warum ergreift die Stadt nicht endlich Maßnahmen, um auf ihrer eigenen Fläche bezahlbare Wohnungen zu bauen“, kritisiert Tacer. Laut Tacer ist es auch bezeichnend, dass die Stadtverwaltung noch nicht einmal Gespräche mit dem Studentenwerk über das zur Wohnbebauung vorgesehene städtische Grundstück neben dem neuen FH-Campus geführt hat.

Auf eine Anfrage der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung 1 hatte die Verwaltung Anfang Mai erklärt, dass das städtische Handlungskonzept Wohnen für das Areal zur Anwendung kommen soll. Tacer sieht das kritisch: „ Das Handlungskonzept Wohnen bietet zu wenig Möglichkeiten für die Schaffung von bezahlbaren Wohnungen. Die vorgesehene Flexiquote von 20 % Sozialwohnungsbau ist zu gering und die Kaltmiete von 8,50 -10,00 Euro pro Quadratmeter beim sogenannten preisgedämpften Wohnen ist zu hoch. Wir brauchen hier andere Lösungen, die dem realen Bedarf der Studierenden entgegenkommen. Eine Kooperation mit dem Studentenwerk oder die Einbindung der Städtischen Wohnungsgesellschaft sind für uns der bessere Weg.“