Pressemitteilung:

  • 25. März 2014

Kö-Bogen II: SPD stimmt für Ingenhoven-Entwurf

Am gestrigen Abend waren der Architekt Christoph Ingenhoven und sein Partner Ben Dieckmann zu Gast in der SPD-Ratsfraktion, um dort ihren Entwurf sowie das Modell für die Bebauung des Kö-Bogens II vorzustellen. Der Entwurf der Architekten stieß bei der Fraktion auf breite Zustimmung. Dies galt nicht nur für die Gebäude an sich, sondern auch für die Vorschläge der Architekten zur Fassadenbegrünung, zur Nutzung des Gebäudes und zur Gestaltung und Nutzung des Umfeldes (gastronomische Nutzung im Erdgeschoss, Lage der Haltestellen usw.).

Die SPD wird daher in der morgigen Sitzung des Planungsausschusses den Vorschlag der Verwaltung, die bestehenden B-Pläne auf der Grundlage des Entwurfes von Ingenhoven zu ändern, unterstützen. Dabei wird sie zugleich Prüfaufträge vorschlagen, mit denen eine möglichst entwurfsnahe Umsetzung der Konzeption der Architekten erreicht werden soll.

„Das Gesamtkonzept von Christoph Ingenhoven hat die Fraktion überzeugt. Die angedachten Sichtbeziehungen zum Schauspielhaus sind gut. Die Vorstellungen der Architekten zur Nutzung der Gebäude und der umliegenden Flächen versprechen eine hohe Aufenthaltsqualität und sollten weitgehend umgesetzt werden“, erklärt Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion.

Raub teilt allerdings auch die Kritik am schnellen Verfahren: „Uns wäre auch ein richtiger städtebaulicher Wettbewerb lieber. Leider haben die schwarz-gelbe Mehrheit und der Oberbürgermeister aber viel zu lange an einem für diesen Platz ungeeigneten Entwurf festgehalten. Wir haben die Planungen von Anfang an kritisiert. Nun müssen der Bebauungsplan im Schnelldurchgang geändert werden, denn die Investoren und Grundstückseigentümer wollen endlich wissen, was dort machbar ist.“

Kritisch sieht Raub Überlegungen, jetzt auch schon die Gestaltung des Gustav-Gründgens-Platzes zu beschließen. Hierzu sollte man erst dann konkrete Überlegungen anstellen, wenn der neu gestaltete Platz nach Fertigstellung der Ingenhoven-Gebäude tatsächlich sichtbar ist.

„Gerade die jetzige Diskussion um den Kö-Bogen II hat doch gezeigt, dass diese frühzeitigen Festlegungen am grünen Tisch nicht unbedingt richtig sind. Wir sollten abwarten, bis die Ingenhoven-Entwurf umgesetzt ist, und uns dann in Ruhe mit der Frage befassen, ob und wie der Gustav-Gründgens-Platz gestaltet werden soll.“

Aus ähnlichen Gründen wird die SPD auch vor­schlagen, die weiteren Planungen zum Freiraumkonzept für den Kö-Bogen II, die ebenfalls in der Sitzung des Planungsausschusses beschlossen werden sollen, solange zurückzustellen, bis die neuen B-Pläne vorliegen und in die Überlegungen zur Freiraumkonzeption mit einbezogen werden können.

„Jetzt ein Freiraumkonzept für den Kö-Bogen zu beschließen, wenn man weiß, dass dort noch massive Veränderungen anstehen, ist nicht sinnvoll“, sagt Raub. „Die Grundzüge der Freiraumgestaltung sind beschlossen. Bei der weiteren Ausarbeitung dieser Kon­zeption muss man auf den neuen B-Plan und die guten Ideen von Ingenhoven eingehen.“