Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 25. März 2014

Oberbürgermeister auf der Personalversammlung: Kleine Wahlgeschenke erhalten die Freundschaft?

Die Zusage des Oberbürgermeisters, die städtischen Erzieherinnen besser bezahlen zu wollen, wird von der SPD-Ratsfraktion ausdrücklich begrüßt. Allerdings fordert das der Personalrat das schon seit langem vergeblich. Dass der Oberbürgermeister dies nun plötzlich auf der Personalversammlung ankündigt, ist daher leider nur allzu leicht als Wahlgeschenk zu durchschauen.

Auch sonst versuchte sich der Chef der Verwaltung in seinem Grußwort an die versammelten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als derjenige darzustellen, dem das Wohl der Belegschaft am Herzen liegt. Allerdings deckt sich dieser Anspruch offensichtlich nicht mit der Wirklichkeit in „seiner“ Verwaltung. Der Personalrat bemängelte die hohe Zahl der unbesetzten Stellen, den steigenden Arbeitsdruck für die restlichen Beschäftigten, Mehrarbeit die erwartet aber nicht vergütet wird und viele Missstände mehr. Zusätzlich würden die Mitarbeiter durch immer neue Spar- und Privatisierungsideen verunsichert. Auch die schlechte Kommunikationskultur zwischen Verwaltungsspitze und Personalrat wurde bemängelt.

„Mit seiner Ankündigung der besseren Bezahlung für Erzieherinnen konnte der Oberbürgermeister allenfalls ein Feuerchen löschen, aber das hilft wenig, wenn der ganze Laden brennt“, sagt Frank Spielmann, personalpolitischer Sprecher der SPD. „Gerade was die Erzieherinnen betrifft, gibt es noch ganz andere Probleme, wie z.B. die zu großen Gruppen. Insgesamt belasten die undifferenzierte und planlose Sparpolitik gepaart mit einer völlig unzureichenden Gesprächs- und Informationsbereitschaft von Seiten der Verwaltungsspitze das Klima in der Verwaltung schwer. Da bedarf es weit mehr, als einer netten Rede und ein paar mehr oder weniger verbindlichen Ankündigungen. Diese Verwaltung braucht endlich eine neue Führungskultur, die an der Spitze beginnt. Doch dafür ist Elbers wohl der falsche Mann.“