Pressemitteilung:

  • 14. Januar 2014

Fünf-Minuten-Takt für Bahn und Bus: Kurzsichtige Kostendebatte

„Der Vorschlag des OB-Kandidaten Thomas Geisel, einen Fünf-Minuten Takt bei Bahnen und Bussen einzuführen, sollte ernsthaft geprüft werden. Für eine Großstadt wie Düsseldorf mit ihren Verkehrsproblemen gerade in der Innenstadt ist das genau der richtige Lösungsansatz“, sagt Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Die Reaktionen von CDU und FDP sind wieder mal bezeichnend. Wenn es um neue Straßen oder gar die Auto-Tunnel am Kö-Bogen geht, spielt Geld keine Rolle, aber bei Bahn und Bus wird sofort gefragt, was es kostet und nicht ob es sinnvoll ist. Diese autofixierte Verkehrspolitik ist nicht mehr zeitgemäß.“

Raub verweist darauf, dass die SPD seit Jahren für eine Attraktivierung des Bahn- Und Busverkehrs kämpft. Schnellere und pünktliche Verbindungen würden viele zum Umstieg vom Auto auf Bahn und Bus motivieren und damit nicht nur die Innenstadt von Staub, Lärm und Abgasen entlasten.

„Dass natürlich die Strecken, die heute schon eine dichten Takt haben nicht gemeint sind, versteht sich von selbst und auch, dass das nicht umsonst zu haben sein wird. Aber grundsätzlich ist das der richtige Ansatz für eine moderne Verkehrspolitik“, sagt Raub. „Das bestätigen auch die zahlreichen positiven Reaktionen von Bürgerinnen und Bürgern auf den Vorschlag von Herrn Geisel.“

Ebenso wie Geisel sieht auch Raub zudem noch erhebliches Optimierungspotenzial. „Durch die von uns geforderte flächendeckende Vorrangschaltung an Ampeln für Bahnen und Busse würde eine bessere Nutzung der vorhandenen Fahrzeuge erreicht. Sie könnten öfter und pünktlicher fahren. Das wäre auch eine Verbesserung der Qualität, die den Fahrgästen zugute käme.“

Raub fordert eine Versachlichung der Debatte. „Wir sollten gute Ideen vor allem daraufhin prüfen, ob sie gut für die Zukunft unserer Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger sind und wie man sie ggfs. umsetzen kann. Wenn man sofort mit der Kostenkeule droht und mit Fantasiezahlen argumentiert, wird Stadtentwicklung unmöglich.“