Pressemitteilung:

  • Brüssel, 28. November 2013

"K.T. zu Guttenberg – außer Spesen nichts gewesen"


Petra Kammerevert, MdEP
EU-Kommission erklärt Guttenbergs Tätigkeit als externer EU Sachverständiger offenbar für beendet / Wenig Auskunft über konkrete Ergebnisse seiner Arbeit

Lediglich schwammige Umschreibungen zu den Arbeitsergebnissen von Karl Theodor zu Guttenberg als externer EU-Sachverständiger liefert die EU-Kommission in ihrem Antwortschreiben auf die parlamentarische Anfrage der beiden SPD-Europaabgeordneten Jens GEIER und Petra KAMMEREVERT.

"Nicht einmal die EU-Kommissarin Neelie Kroes als Auftraggeberin von Herrn zu Guttenberg kann sagen, was er in seiner Zeit als Sachverständiger Konkretes geleistet hat. Offenbar ist nur, dass der EU-Haushalt als Reisekasse benutzt wurde", kritisiert Jens GEIER, Sprecher der Sozialdemokraten im Haushaltskontrollausschuss, die vergleichsweise hohen Reisekostenausgaben in Höhe von 20.000 Euro und kündigt an: "Wir werden die Haushaltszeile entsprechend senken."

Herr zu Guttenberg wurde Ende 2011 als externer Sachverständiger eingestellt, um Internetnutzer, Blogger und Cyberaktivisten zu unterstützen. Seine Reisekosten zahlte der europäische Steuerzahler. Wen genau zu Guttenberg getroffen habe und zu welchen Themen – dazu könne man aus Gründen der Vertraulichkeit keine Antwort geben, heißt es aus der Kommission.

Petra KAMMEREVERT, Sprecherin der Sozialdemokraten im Ausschuss für Kultur und Bildung, zieht ebenfalls eine ernüchternde Bilanz: "Die enttäuschenden Ergebnisse lassen sich auch daran ablesen, dass die Kommission anscheinend keine weiteren Aufgaben für Herrn zu Guttenberg vorsieht.“ In der Antwort der Kommission heißt es hierzu wörtlich: "Es sind keine konkreten Aufgaben für Herrn zu Guttenberg geplant, sodass in dieser Hinsicht auch keine weiteren Reisekosten oder sonstigen Ausgaben zu erwarten sind".

"Es scheint, als habe die Kommission mittlerweile eingesehen, dass ein weiteres Engagement wenig Sinn ergibt und verzichtet wohl künftig hierauf. Somit hat sich die Zusammenarbeit scheinbar erledigt", kommentieren die beiden Europaabgeordneten Jens GEIER und Petra KAMMEREVERT.