Pressespiegel:

  • Düsseldorf, 25. November 2013

Thomas Geisel: "Der strahlende Gewinner"


OB-Kandidat Thomas Geisel mit den frisch gewählten SPD-Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl 2014

Thomas Geisel freut sich mit seiner Frau Vera - Foto: copyright Michael Gstettenbauer
Die SPD hat Thomas Geisel (50) am Samstagmittag mit knapp 99 Prozent der Stimmen offiziell zu ihrem Kandidaten für die Oberbürgermeister-Wahl nominiert.

Die SPD in Düsseldorf will gewinnen. Und sie zeigte sich am Samstag bei ihrer Delegiertenversammlung kämpferisch – und vor allem einig. Mit 98,75 Prozent der Stimmen wurde Thomas Geisel (50) offiziell zum Oberbürgermeister-Kandidat der Sozialdemokraten ernannt. Dieser Mann, bis vor einem halben Jahr Manager bei Eon, ist Balsam für die sozialdemokratische Seele in Düsseldorf. Er tut der lange uneinigen und bis vor zweieinhalb Jahren von Grabenkämpfen geprägten Partei gut. Und zwar richtig gut. Und die Partei tut Geisel gut. Der konnte sein überragendes Wahlergebnis am Samstagmittag kaum fassen, hielt sich vor Staunen und Verwunderung bei der Bekanntgabe dieses Ergebnisses die Hände vors Gesicht. Die Delegierten, von denen 158 für Thomas Geisel stimmten und nur zwei mit Nein, feierten ihre neue sozialdemokratische Galionsfigur mit lang anhaltenden stehenden Ovationen. „Nach dem letzten Bundesparteitag hatte ich nicht geglaubt, dass es in unserer Partei noch solche Wahlergebnisse gibt“, sagte Geisel nach seiner Wahl. Und: „Ich nehme die Wahl an, wir wuppen das!“

Zuvor zeigte sich Geisel, der medial bisher in der Landeshauptstadt eher wenig in Erscheinung getreten ist, kampfesbereit. Der drahtige Mann (Marathon-Läufer) ließ keinen Zweifel daran, dass er bei der Wahl am 25. Mai Amtsinhaber Dirk Elbers (CDU) als Chef im Rathaus ablösen will. Seine mit 13 Minuten relative kurze, aber knackige Rede machte es deutlich. Damit ging Geisel vor allem den CDU-Mann frontal an, ohne ihn beim Namen zu nennen.

Vor allem auf die inzwischen aufgekommene „Luxus-Debatte“ um den amtierenden OB ging SPD-Herausforderer Geisel genüsslich ein: Düsseldorf brauche keinen Oberbürgermeister der Wert legt auf luxuriöse Weine und komfortablen Schlafkomfort auf Reisen, spielte er auf Elbers Langstrecken-Flüge in der Ersten Klasse an. „Wir brauchen keinen Oberbürgermeister, der Wasser predigt und Champagner trinkt“, rief er unter Applaus den Delegierten zu.

Der Kandidat hält die derzeit andauernde Diskussion um das Projekt Kö-Bogen 2 für eine nicht angemessene Eliten-Diskussion: „Düsseldorf ist mehr als Kö-Bogen und Königsallee. Düsseldorf ist mehr als Luxus und Glamour. Düsseldorf ist mehr als ein Einkaufsparadies für die Schönen und Reichen dieser Welt.“ Thomas Geisel machte deutlich, dass das Herz der Landeshauptstadt auch und gerade in den Stadtteilen schlage: „Die Menschen in den Stadtteilen haben es verdient, dass sich ihre Stadt um ihre Sorge und Bedürfnisse kümmert.“

Als Skandal bezeichnete der SPD-Mann, dass in der „reichen Stadt Düsseldorf fast 18 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben müssen“. Unangemessen sei auch, sich bei den Eltern mit 20 Prozent höheren Kita-Essensgebühren zu bedienen, damit diese alberne Schuldenfreiheitsuhr weiterlaufen kann.“

Die Delegierten setzten Thomas Geisel auch als Spitzenkandidat auf Platz 1 der Reserveliste für die Wahlen zum Stadtrat. Auf Platz 2 folgt die stellvertretende Fraktions-Chefin Ursula Holtmann-Schnieder, auf Platz 3 Fraktions-Vorsitzender Markus Raub, auf Platz 4 Bürgermeisterin Gudrun Hock gefolgt vom stellvertretenden Fraktions-Chef Martin Volkenrath auf Platz 5.

Quelle:
http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/der-strahlende-gewinner-id8695693.htmlplx653732540