Pressemitteilung:

  • 12. September 2013

Freie Tanz- und Theaterszene in Düsseldorf stärken und fördern

„Künstlerinnen und Künstler der freien Tanz- und Theaterszene in Düsseldorf erhalten weiterhin eine sehr geringe städtische Unterstützung und Anerkennung“, sagt Cornelia Mohrs, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. „Das Kulturverständnis der Stadtspitze ist zu stark auf die Hochkultur fixiert. Die freie Szene wird vernachlässigt. “

Laut Mohrs beträgt der jährliche Etat zur Förderung von rund 240 freien KünstlerInnen gerade einmal 129.000 €. In einem Presseinterview hatte die Leiterin des Forum Freies Theater (FFT), Kathrin Tiedemann heute ein Zentrum für freies Theater gefordert.

„Die Künstlerinnen und Künstler brauchen dringend Probe- und Aufführungsmöglichkeiten. Das Angebot ist in Düsseldorf sehr knapp“, sagt Mohrs. Sie kritisiert, dass die Verantwortung für die Bereitstellung von Probemöglichkeiten häufig auf die größeren Häuser, wie das FFT abgeschoben wird. „Die Stadt stiehlt sich aus der Verantwortung. Sie muss selbst mehr für die freie Szene tun und sich an der Lösung der Probleme beteiligen.“

Mohrs lobt die ausgesprochen bunte und florierende freie Szene in Düsseldorf mit weithin anerkannten Künstlerinnen und Künstlern. „ Wir reden hier über ca. 39 Ensemble, die jährlich bis zu 60 Projekte und über 350 Aufführungen verwirklichen. Allein 2011 wurden 87 externe Auftritte, national und international geleistet. Das ist eine hervorragende Werbung für Düsseldorf“, sagt Mohrs.

Die bestehenden Probleme behindern die Arbeit der Kunstschaffenden. Manche wandern deshalb ab. „Das ist schade. Wir müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sich Künstlerinnen und Künstler in Düsseldorf willkommen fühlen und hier gute Arbeitsbedingungen vorfinden“, so Mohrs abschließend.