Pressemitteilung:

  • 11. September 2013

Zukunft „Klein-Korea“ in Lichtenbroich: SPD fordert bessere Informationspolitik der DÜBS für BewohnerInnen

„ Die Zukunft des Wohngebietes der Düsseldorfer Bau- und Spargenossenschaft (DÜBS) in Lichtenbroich und deren BewohnerInnen ist weiterhin ungewiss. Wir sehen die Entwicklungen in sog. „Klein-Korea“ mit großer Sorge“, sagt SPD-Ratsherr Frank Spielmann.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels wurden von „ihrer“ Genossenschaft im Rahmen eines Quartierfestes mit Umbau- und Abrissplänen überrascht. Das 60 Jahre alte Wohngebiet mit rund 500 Wohnungen soll laut einer Machbarkeitsstudie, die der Vorstand auf dem Fest präsentierte, bis 2015 abgerissen und anschließend neu gebaut werden. Sanierungsmaßnahmen wären laut der Studie keine Option, da sie im Vergleich zum Abriss teurer wären. Was mit den BewohnerInnen in der Zwischenzeit passiert und wo sie unterkommen, wurde bisher von der DÜBS nicht dargelegt. Auch zur Höhe der künftigen Mietpreise gibt es keine Informationen.

„Seit dem Quartiersfest herrscht praktisch Funkstille von Seiten der DÜBS. Niemand kennt den Stand des Verfahrens, viele Fragen sind offen“, erklärt Spielmann. „Es handelt sich um ein über die Jahre gewachsenes, tief verwurzeltes Viertel in Lichtenbroich. Durch den Abriss würden bestehende, gesunde soziale Strukturen zerschlagen. Nach dem Neubau ist mit höheren Mieten zu rechnen. Auch langjährigen MieterInnen soll nach unseren Informationen künftig eine Staffelmiete angeboten werden. Es ist fraglich, ob sich, vor allem die vielen RenterInnen, die im Wohngebiet leben, in Zukunft das Wohnen dort leisten können“, sagt Spielmann.

Die BewohnerInnen haben inzwischen eine Bürgerinitiative gegründet, die sich gegen den Abriss ausspricht. „Wir stehen in engem Kontakt mit der Initiative. Wir haben auch das Gespräch mit dem Vorstand und der Geschäftsführung der DÜBS gesucht und wurden aber abgewiesen. Wir erwarten, dass die DÜBS ihre Kommunikationspolitik ändert“, erklärt Spielmann. „Die AnwohnerInnen wollen zu Recht wissen, wie der Stand des Verfahrens ist und was auf sie zukommen wird. Vor allem sollte noch einmal intensiv über die Möglichkeit einer Sanierung der Siedlung gesprochen werden. Ich werde auch weiter versuchen, mit der DÜBS ins Gespräch zu kommen, um dort für die Interessen der AnwohnerInnen zu werben.“