Pressemitteilung:

  • 09. Juli 2013

PFT – im Grundwasser: SPD warnt vor Panikmache

„Mit seinen Äußerungen zu erhöhten Anteilen von Perfluorierten Tensiden“ (PFT) im Grundwasser rund um den Düsseldorfer Flughafen hat Umweltminister Johannes Remmel für große Unruhe in der Düsseldorfer Bevölkerung gesorgt. Hinweise auf den Flughafen als alleinigen Verursacher sind nicht gerechtfertigt. Die SPD-Ratsfraktion befürwortet die Analysen des Umweltamtes zur genauen Ermittlung der Schadensquellen sowie des genauen Ausmaßes der Grundwasserverunreinigungen. Der Minister ist über den Stand dieser Untersuchungen bestens informiert. Hysterie und Panikmache sind völlig fehl am Platz“, so Ratsfrau Ursula Holtmann-Schnieder, Mitglied im Ausschuss für Umweltschutz.

Die Gefährlichkeit von PFT für die menschliche Gesundheit und die Umwelt wird von allen Beteiligten einschließlich des Düsseldorfer Flughafens sehr ernst genommen. Deshalb wurden sowohl im Düsseldorfer Norden als auch in Gerresheim alle möglicherweise von dieser Grundwasserbelastung betroffenen Grundstücksbesitzer und selbst Angler frühzeitig darüber informiert und gebeten auf die Nutzung belasteten Grundwasser zu verzichten. Da sich PFT sowohl im menschlichen als auch im tierischen Gewebe anreichert, sollte auf den Verzehr von Fisch verzichtet werden.

„Der Umgang mit der Chemikalie PFT erfolgte bis in die Gegenwart nicht mit der notwendigen Sorgfalt. Deshalb stehen die Düsseldorfer Verwaltung und das von Umweltminister Johannes Remmel geleitete Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW in engem Kontakt miteinander, um diesen Schaden möglichst schnell und umfassend zu sanieren“, so Ratsfrau Ursula Holtmann-Schnieder weiter.

Zur Vermeidung von juristischen Auseinandersetzungen müssen die beteiligten Ämter und Fachbehörden alle Schadensverursacher zur Rechenschaft ziehen, damit bereits entstandene und in Zukunft noch deutlich höhere Kosten nicht von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Lange juristische Auseinandersetzungen dürfen aus Sicht der SPD nicht zu Verzögerungen bei den notwendigen Sanierungsmaßnahmen führen. Dann könnte sich das PFT über das Grundwasser noch weiter ausbreiten kann.

„Dies führt wiederum dazu, dass der Sanierungsaufwand steigt und bestehende Beschränkungen für die Bevölkerung langfristig bestehen blieben. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden“, sagt Ursula Holtmann-Schnieder abschließend.