Pressemitteilung:

  • Straßburg, 01. Juli 2013

"Kroatien: Herzlich Willkommen in der Europäischen Familie!"


Feierliche Zeremonie zum EU-Beitritt Kroatiens vor dem Europäischen Parlament in Straßburg
Ab dem 1. Juli 2013 hat die Europäische Union 28 Mitgliedstaaten. Über den Beitritt Kroatiens zeigen sich Wolfgang KREISSL-DÖRFLER, außenpolitischer Sprecher der SPD-Europaabgeordneten und Petra KAMMEREVERT, Mitglied der Kroatien-Delegation des Europäischen Parlaments, erfreut: Zwei Jahrzehnte nach Ende des Krieges, schwerer Menschenrechtsverletzungen und Vertreibung ist der Beitritt Kroatiens mehr als eine politische Notwendigkeit. Für die gesamte Balkan-Region hat der Vorgang eine unglaublich positive Wirkung, die vor allem eines deutlich macht: Es gibt keine sinnvolle Alternative zur EU-Erweiterung auf dem Balkan. Frieden und Stabilität in Südosteuropa kann es langfristig nur in einem geeinten Europa geben. Kroatien ist jetzt ein besonderer Vermittler."

Kroatien zeige, wie harte und konsequente Arbeit zum Erfolg führen kann. Mit keinem EU-Beitrittskandidaten sei bisher so intensiv, lange und hart verhandelt worden wie mit diesem Land. Das sei die Konsequenz aus den Fehlern, die beim EU-Beitritt von Bulgarien und Rumänien gemacht wurden.

Wolfgang KREISSL-DÖRFLER mahnt jedoch zu weiteren Fortschritten: "Ein Beitritt bedeutet nicht, dass Reformen nun vom Tisch sind. Im Gegenteil: Innere Erneuerung ist immer wieder notwendig, auch in den alten Mitgliedstaaten.“ Der SPD-Außenpolitiker ist überzeugt, dass die neuen EU-Bürger verstanden haben, wie wichtig Reformen für das Land und die Gesellschaft sind: „Die Kroaten haben es nun selbst in der Hand, ihre Mitgliedschaft erfolgreich zu gestalten und mit ihrer Transformationskraft ein Vorbild für die anderen Länder des westlichen Balkans zu sein. Die Botschaft heute ist klar: Wer sich anstrengt, kann es schaffen! "

"Kroatien hat nach vielen Jahren intensiver Verhandlungen große Fortschritte erzielt“, sagt Petra KAMMEREVERT, „insbesondere beim Aufbau eines unabhängigen Justizsystems, unabhängiger Medien sowie im Aussöhnungsprozess zwischen kroatischen und serbischen Bürgern. Nun kommt es darauf an, dass die EU Kroatien bei der Implementierung der Reformen auf nationaler Ebene auch weiterhin unter die Arme greift und die Umsetzung gemeinsam mit der kroatischen Zivilgesellschaft überprüft."