Pressemitteilung:

  • 21. März 2013

Rettung in letzter Sekunde: Finanzmittel für die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt bereit gestellt

„Wir begrüßen die Bereitschaft der Stadt, doch noch Mittel für die Finanzierung der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt zur Verfügung zu stellen. Dabei ist wichtig zu sehen, dass es sich nicht um die volle Höhe der beantragten Mittel handelt und eine Fortsetzung der Arbeit nur bis Ende 2013 gewährleistet ist. Wir fordern die Stadt deshalb auf, eine Fortsetzung der Arbeit der Interventionsstelle auch nach 2013 zu garantieren“, so Ratsfrau Claudia Bednarski, Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern.

„Das Einlenken der Stadt war eine Rettung in letzter Sekunde. Am 1. April wäre die Stelle geschlossen worden. Dabei hätten CDU und FDP bereits im November den beantragten Fördermitteln zustimmen können, anstatt die Mitarbeiterinnen unter diesen enormen Druck und die Ungewissheit über ihre berufliche Zukunft und den Fortbestand der Interventionsstelle zu setzen“, so Bednarksi weiter.

Die SPD-Ratsfraktion setzt sich bereits seit 2011 für eine städtische Finanzierung der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt ein. In den vergangenen zwei Jahren hat sie in Fachausschüssen und im Rat immer wieder auf die Thematik aufmerksam gemacht und um Unterstützung gebeten. „Die Ratsmehrheit hat mit ihrer Ablehnung die Arbeit der Interventionsstelle gefährdet“, sagt Bednarski.

Die nun bereitgestellten Mittel sollen zunächst bis Ende des Jahres die Personalkosten abdecken. Die von der Verwaltung angedachte Neuansiedlung beim Gesundheitsamt wird somit in 2013 nicht erfolgen. „So kann die Interventionsstelle vorerst in ihrer erprobten und guten Form erhalten bleiben: als niedrig schwelliges Angebot, angesiedelt bei der Frauenberatungsstelle. Hier betreut eine spezialisierte Mitarbeiterin die sowohl weiblichen als auch männlichen Opfer. Bestenfalls sollte das auch in Zukunft so bleiben“, so Bednarski. „Wir sind nun gespannt, ob auch CDU und FDP die Bedeutung dieser wichtigen und erprobten Einrichtung erkennen und die Finanzierung der Interventionsstelle aus städtischen Mitteln im kommenden Jahr und darüber hinaus mit unterstützen.“