Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 20. März 2013

André Stinka zum Equal Pay Day: Gleichberechtigung geht anders!


André Stinka, Generalsekretär der NRWSPD

Equal-Pay-Day Fahne vor dem SPD-Landesbüro
Jedes Jahr steht der Equal Pay Day für den Tag, bis zu dem Frauen arbeiten müssten, um das gleiche Entgelt zu bekommen, das ihre männlichen Kollegen bereits am Ende des Vorjahres erhalten haben. Zum diesjährigen Equal Pay Day am 21. März 2013 erklärt André Stinka, Generalsekretär der NRWSPD:

Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland sind noch immer erschreckend. Frauen verdienen durchschnittlich rund 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Das zeigt besonders langfristig Folgen: Eine zwischen 1936 und 1955 geborene Frau hat über ihren gesamten Lebensverlauf ein um 58 Prozent niedrigeres Einkommen als ein gleichaltriger Mann in dieser Altersgruppe.

Trotzdem legt die Bundesregierung aus CDU und FDP weiterhin die Hände in den Schoß: Ablehnung des Entgeltgleichheitsgesetzes, immer noch keine Frauenquote, Mogelpackung statt Mindestlohn. Stattdessen die unsinnige Anti-Kita-Prämie, genannt Betreuungsgeld. Schluss damit! Schwarz-Gelb hat die Chance vertan, nachhaltige Verbesserungen für Frauen zu bewirken. Das wollen wir ändern.

Gleichberechtigung geht anders! Die SPD will:

  • Ein Entgeltgleichheitsgesetz: Damit ungerechte Bezahlung sichtbar und dann
    beseitigt wird.
  • Einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn: Denn vor allem Frauen
    werden in den Niedriglohnsektor abgedrängt.
  • Eine Reform der Mini-Jobs: Denn geringfügige Beschäftigung wird zu oft
    missbraucht, um reguläre Jobs zu streichen. Auch hier sind es überwiegend
    Frauen, die für Mini-Löhne und ohne soziale Absicherung arbeiten müssen.
  • Eine 40-Prozent-Quote: für mehr Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten
    großer Unternehmen. Andere Länder haben vorgemacht, dass das
    funktioniert.
  • Einen Partnerschaftstarif statt Ehegattensplitting: Damit sich die eigene
    Berufstätigkeit für Frauen lohnt.
  • Unterstützung geben, damit Familie und Beruf besser unter einen Hut passen:
    Zum Beispiel durch den entschlossenen Ausbau guter Kinderbetreuung.
  • Stereotype auflösen: „Typische Frauen- und Männerberufe“ sind längst nicht
    mehr zeitgemäß.
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