Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 13. November 2012

Sparen bei Feuerwehr gefährdet Sicherheit

„Seit 2005 sprechen Politik und Verwaltung über den Neubau des Atemschutzübungszentrums inklusive Brandsimulationsanlage. Es war lange bekannt, dass diese Maßnahme Geld kosten würde. So stammt beispielsweise die in der Vorlage genannte Kostenschätzung von ca. 4,4 Mio. Euro bereits von Mai 2011. Vor diesem Hintergrund ist es schlichtweg unredlich, wenn CDU und FDP diese wichtige Maßnahme nun verschieben, weil angeblich noch viele Fragen zu klären seien“, erklärt Helga Leibauer, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen. „Der Neubau ist eine notwendige Investition in die Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Feuerwehr – und damit in die Sicherheit aller Düsseldorferinnen und Düsseldorfer. Hier sollte und darf nicht gespart werden.“

Das bestehende Atemschutzübungszentrum ist bereits über vierzig Jahre alt. Der Betrieb kann zurzeit „nur mit viel Improvisation aufrecht erhalten werden“, heißt es in der Vorlage. Die Brandsimulationsanlage, im Jahr 2001 als Containeranlage errichtet, ist nach über zehn Jahren intensiver Nutzung „verschlissen“, eine Ertüchtigung „nicht sinnvoll“.

„Beide Einrichtungen sind unverzichtbar für eine bestmögliche Ausbildung und Qualifizierung der Düsseldorfer Feuerwehrleute. Wir sollten daher nicht darüber diskutieren, ob hier gespart werden kann, um den aktuellen Haushalt zu schonen. Stattdessen sollten wir darüber sprechen, was investiert werden kann, um die Sicherheit der Düsseldorfer Bevölkerung bestmöglich zu gewährleisten“, so Leibauer weiter.

Atemschutzübungsstrecke und Brandsimulationsanlage sind dabei nur zwei der vielen Baustellen, die die Düsseldorfer Feuerwehr aktuell beschäftigen. Bei einem Ortstermin im August 2012 erhielt die SPD-Fraktion auch einen Eindruck von den baulichen Mängeln in den Einrichtungen an der Posener Straße. Hier sind mehrere Hallendächer nur provisorisch abgestützt, das Dach ist an einigen Stellen undicht, Heizungsmöglichkeiten fehlen.

„Auch eine Erweiterung der Wache Wersten, eine Desinfektionsanlage an der Hüttenstraße und der Neubau der Rettungswache Kalkum, für die immer noch kein Standort gefunden wurde, stehen seit langem aus“, erklärt Leibauer. „Nach der nun von CDU und FDP beschlossenen Verzögerung bei Atemschutzübungsstrecke und Brandsimulationsanlage ist fraglich, wann es hier endlich vorangeht.“