Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 07. November 2012

Streik bei den Sana-Kliniken: SPD unterstützt Forderungen der Beschäftigten

„Die Stadt steht in der Verantwortung für die Beschäftigten der Sana-Kliniken Düsseldorf“, sagt Bürgermeisterin Gudrun Hock. „Schließlich sind wir immer noch mit 49 Prozent beteiligt. Eine Absenkung des Lohnniveaus und der Einsatz von Leiharbeitnehmern trägt nicht zum Erhalt einer qualitativ hochwertigen Pflege und gesundheitlichen Versorgung bei.“

Die Beschäftigten der Sana-Kliniken wenden sich heute mit einem Warnstreik gegen die Pläne der Münchener Zentrale des Sana-Konzerns. Auf deren Weisung hin sind die Sana-Kliniken Düsseldorf vor einigen Monaten aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten. Damit sind sie nicht mehr an den bis dahin geltenden Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) gebunden. Stattdessen soll nun dort der konzerneigene Tarifvertrag zu Anwendung kommen, dessen Lohnniveau insgesamt niedriger ist. Dagegen wehren sich seither die Beschäftigten. Für Unmut sorgt auch, dass in den zu den Kliniken gehörenden Seniorenzentren seit einiger Zeit Arbeitnehmer aus einer konzerneigenen Leiharbeitsfirma eingesetzt werden – ebenfalls zu Löhnen unter dem bisherigen Niveau.

„Da machen jetzt zwei Leute die gleiche Arbeit zu unterschiedlichen Löhnen und so soll es auch bald in den Kliniken zugehen“, sagt Hock. „Das bringt dauerhaft Unruhe in den Betrieb, die sich auch auf die Leistungen und die Qualität auswirken wird. Die SPD hat damals gegen den Verkauf der Sana-Kliniken gestimmt, weil wir genau solche Entwicklungen befürchtet haben.“

Die SPD-Ratsfraktion hat für die morgige Ratssitzung eine Resolution eingebracht. Die Stadt soll sich in den Gremien der Sana-Kliniken für die Weitergeltung des TVöD einsetzen. „Angesichts des bundesweiten Fachkräftemangels im Gesundheits- und Pflegebereich halte ich die Personalstrategie des Konzerns für äußerst riskant“, sagt Hock. „Für Düsseldorf sollten wir jedenfalls darauf achten, dass hier eine qualitativ hochwertige Versorgung gewährleistet bleibt. Dazu braucht man gutes Personal, und das gibt es nun einmal nicht zu Billiglöhnen.“