Pressemitteilung:

  • 22. Oktober 2012

Auch in Düsseldorf wird in der Kultur gekürzt. Oper und Schauspielhaus erhalten weniger Zuschüsse

„Der Oberbürgermeister sollte sich vielleicht einmal von seinem Kämmerer dessen Konzept der „Risikovorsorge“ erläutern lassen“, sagt Cornelia Mohrs, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. „Dann wüsste er, dass nicht nur in Duisburg in der Kultur gekürzt wird, wie er behauptet, sondern auch in Düsseldorf. Die Zuschüsse an Oper und Schauspielhaus werden in 2013 und 2014 gekürzt.“

In einer Pressemitteilung am vergangenen Freitag hatte der Oberbürgermeister behauptet, in Düsseldorf werde in der Kultur nicht gespart.

„Das stimmt nicht“, widerspricht Mohrs. „Es mag sein, dass der Oberbürgermeister lieber von „Risikovorsorge“ als von „Sparen“ spricht und sein Kämmerer lieber von „Deckelung“ als von „Kürzung“. Am Ende ist es genau das: Oper und Schaupielhaus werden in 2013 und 2014 weniger Geld zur Verfügung haben, als sie brauchen, weil die Stadt ihre Zuschusszahlung kürzt."

In einem Vortrag in der SPD-Ratsfraktion hatte der Kämmerer dargestellt, dass er bei der Oper rund 300.00 Euro und beim Schauspielhaus ca. 200.000 Euro weniger zahlen will als für den erforderlich. Diese Mittel entspreche den Tariferhöhungen für die Mitarbeiterinnen du Mitarbeiter.

„Das müssen die beiden Häuser dann an anderer Stelle einsparen“, sagt Mohrs. „Da gibt es aus meiner Sicht nichts schön zu reden: Das sind ganz klar Einsparungen im Kulturetat. Es ist also nicht die SPD, die - wie der Oberbürgermeister- behauptet hat, die Kultur zum Sparschwein macht, sondern doch eher er selber und sein Kämmerer. Und was die von ihm angesprochene „verantwortungsvolle Politik“ angeht: Dazu gehört vor allem auch, dass man zunächst mit den Kulturinstituten spricht, anstatt sich öffentlich über mögliche Sparpotenziale zu äußern und damit Unruhe zu schüren.“