Pressemitteilung:

  • 18. Oktober 2012

SPD fordert sozialverträgliche Restrukturierung der Flughafen-Tochter Ground Handling

Der Flughafen Düsseldorf hat in der heutigen Presse verkündet, dass Air Berlin seinen Vertrag mit der hundertprozentigen Flughafen-Tochter Düsseldorf Flughafen Ground Handling Ende 2013 nicht verlängern möchte. Infolge dessen sollen dort rund 400 der 800 Arbeitsplätze abgebaut werden. Zwar könnten 120 Mitarbeiter bei der Flughafen-Tochter Security GmbH unterkommen, für den Rest werden jedoch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen.

Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, fordert eine sozialverträgliche Restrukturierung: „Von den rund 280 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind viele schon seit Jahrzehnten im Dienste des Flughafens und machen dort bei der Ground Handling einen echten Knochenjob. Auch mit Seminaren und einer Jobbörse, wie sie der Flughafen anbieten will, haben viele der Arbeitnehmer, und hier besonders die Älteren, kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt.“

Der Düsseldorfer Flughafen konkurriert bei der Gepäckabfertigung mit zahlreichen Anbietern, die durch den Einsatz von Niedriglohnkräften die Preise drücken. Daher ist die schwierige wirtschaftliche Lage der Ground Handling nicht von der Geschäftsführung oder der Belegschaft zu verantworten.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten nicht alleine die Leidtragenden der schwierigen Marktsituation werden. Der Flughafen muss alles tun, um eine höchstmögliche Zahl der Beschäftigten auch bei anderen Tochterunternehmen unterzubringen“, so Raub weiter. „Betriebsbedingte Kündigungen müssen vermieden werden.“