Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 10. Oktober 2012

Neue Wohnungen in Grafental: Nicht preiswert, sondern nur ein bisschen weniger teuer

„Endlich hat auch die Stadtspitze das wohnungspolitische Steuerungsinstrument der Mietpreisbindungen entdeckt - leider nutzt sie es jedoch nur sehr verhalten. In der vagen Ankündigung, für einen Teil der in Grafental zusätzlich entstehenden Wohnungen Kaltmieten von unter 10,- Euro pro Quadratmeter vereinbaren zu wollen, ist jedenfalls kein richtiger Kurswechsel erkennbar“, erklärt Andreas Rimkus, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „Eine Kaltmiete von unter zehn Euro ist im Zweifelsfall immer noch eine Kaltmiete von annähernd zehn Euro pro Quadratmeter. Das ist und bleibt für viele Menschen in unserer Stadt nicht bezahlbar. Da jeder zweite Düsseldorfer Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein hat, geht dieser vermeintliche Erfolg deutlich am Bedarf vorbei.“

Die SPD spricht sich anstelle von punktuellen Maßnahmen und Einzelverhandlungen mit Investoren für einheitliche Vorgaben aus. So sollte die Stadt z.B. festlegen, dass bei Planungen für Bauvorhaben generell ein Anteil von mindestens dreißig Prozent öffentlich geförderter Wohnungen vorgesehen werden muss.

„Mietpreisbindungen auf einem derart hohen Niveau helfen Gering- und Durchschnittsverdienern in unserer Stadt nicht weiter. Um für eine Entspannung auf dem Düsseldorfer Wohnungsmarkt zu sorgen, ist mehr erforderlich als unverbindliche Ankündigungen und Wohnungen, die mit annähernd zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter nicht preiswert, sondern einfach nur ein bisschen weniger teuer sind“, so Rimkus abschließend.