Pressemitteilung:

  • 07. September 2012

Neue Dachmarke ist nachrangig. SPD verlässt Beirat

„Angesichts der Diskussionen über Kürzungen bei Jugendfreizeiteinrichtungen und anderen sozialen Ausgaben, sehen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht die Notwendigkeit für die vom Oberbürgermeister gewünschte neue Dachmarke“, sagt Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Wenn es wirklich um die Finanzen der Stadt so schlecht steht, wie der Kämmerer im Mai dargestellt hat, haben wir sicherlich andere Sorgen, als ein schickes neues Logo.“

In 2000 war das alte Logo auf Betreiben des damals frisch gewählten Oberbürgermeisters Erwin durch ein neues „Corporate Design“ verwaltungsweit ersetzt worden. Das vom jetzigen Oberbürgermeister Elbers verfolgte Ziel einer neuen Dachmarke soll auch die städtischen Unternehmen einbeziehen. Ziel ist eine „Neuausrichtung der Kommunikation der ‚Marke Düsseldorf’’’, so die Antwort auf eine Anfrage der SPD im Wirtschaftsauschuss im Juni. Vorher waren schon Bürgerinnen und Bürger auf dein.düsseldorf.de zum Bild von Düsseldorf befragt worden. Das ganze Vorhaben wird von einem politischen Beirat begleitet, in dem bisher auch die SPD vertreten ist.

„Letztes Jahr hatten wir ja schon eine 10 Millionen Euro teure Werbeveranstaltung für Düsseldorf durchgeführt - den ESC“, sagt Raub. „Da war auch aber auch noch nicht von Einsparungen die Rede. Doch soziale Einrichtungen oder auch zum Beispiel die Straßenbahnanbindung des ISS-Domes haben für die SPD dann Vorrang. Das ist einer der Gründe, warum ich dem Oberbürgermeister heute mitgeteilt habe, dass die SPD-Ratsfraktion nicht mehr in dem politischen Beirat mitarbeiten wird. Außerdem wollen wir wissen, was die Einführung des Corporate Designs damals gekostet hat und was die Entwicklung und Einführung der neuen Dachmarke kosten würde.“

Die SPD-Ratsfraktion hat eine entsprechende Anfrage zur Ratssitzung am 20. September gestellt. Bisher gibt es zu dem ganzen Vorhaben nämlich noch keine politischen Beschlüsse.