Pressemitteilung:

  • 27. August 2012

Wohnungsmangel wird zum Entwicklungshindernis

„Der Mangel an preiswertem Wohnraum für Normalverdiener wird für Düsseldorf auf Dauer beim Wettbewerb um Fachkräfte zum Standortnachteil und damit zum ernsthaften Entwicklungshindernis“, sagt Andreas Rimkus, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „Das dies erst recht für Auszubildende und Studierende gilt dürfte jedem klar sein.“

Rimkus wundert es daher nicht, dass zur Zeit noch hunderte Lehrstellen in Düsseldorf unbesetzt sind. Am kommenden Donnerstag wollen die Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer deshalb gemeinsam vor dem Rathaus Auszubildende werben. Die Studienberatungen der Fachhochschule und der Heinrich-Heine-Universität werden dort auch vertreten sein.

„Die hohen Mieten in Düsseldorf werden ja schon für Normalverdiener zum Problem. Für Auszubildende und Studierende sind sie kaum noch zu stemmen“, sagt Rimkus.

Er verweist dabei auch auf die Aussagen des Rings Deutscher Makler (RDM). Dieser hatte am Wochenende (wieder) davor gewarnt, dass bezahlbarer Wohnraum immer knapper wird und weiter steigende Mieten prognostiziert. Zitat: „Für den klassischen Arbeitnehmer bleibt da kaum noch Platz.“

Rimkus unterstützt ausdrücklich die vom RDM vorgebrachte Forderung, kommunale Grundstücke nur an Entwickler zu verkaufen, die einen bestimmten Anteil an öffentlich geförderten Wohnraum bauen wollen.

„Wir müssen endlich gegensteuern. Fachkräfte- und Auszubildendenmangel ist nicht nur ein Düsseldorfer Problem, aber die hohen Mieten sind ein klarer Wettbewerbsnachteil. Warum soll jemand in Düsseldorf arbeiten, wenn er woanders einen gleich guten Job und eine viel günstigere Wohnung findet?“ fragt Rimkus. „Unternehmen werden sich bei ihren Überlegungen zu Ansiedlungen künftig genauer ansehen müssen, ob sie dort auch die Fachkräfte finden, die sie brauchen – und das sind nicht nur Anwälte und Manager, sondern z.B. auch Facharbeiter.“