Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 16. Juli 2012

Zu viele Schulabgänger ohne Abschluss: Inklusion beschleunigen

„Bei der hohen Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss ist auch die vergleichsweise hohe Zahl von Förderschulen eine signifikante Größe. Das darf man nicht außer Acht lassen, wenn man über Maßnahmen nachdenkt“, kommentiert der schulpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Prof. Dr. Rudi Voller, die zur Zeit in den Medien geführte Diskussion.

Laut einer Studie der Caritas verlässt jeder zehnte Schüler in Düsseldorf die Schule ohne Abschluss. Bei der Berechnung fließen auch die Quoten der Förderschulen mit ein. In Düsseldorf mit seinen dreizehn städtischen und den zwei Förderschulen des Landschaftsverbandes Rheinland liegt der Anteil der Förderschüler mit 5,4 Prozent überdurchschnittlich hoch.

Aus Sicht der SPD zeigen diese Zahlen, wie wichtig der in Düsseldorf erst sehr zaghaft eingeschlagene Weg hin zu einem inklusiven Schulsystem ist. Die Förderschulen streben hier eine Kooperation mit den allgemeinen Schulen an. „Diese Kooperation hat das Ziel, die gemeinsame Beschulung möglichst vieler Schülerinnen und Schüler in Düsseldorf zu ermöglichen und zu erweitern“, sagt Voller. „Das muss viel energischer vorangetrieben werden, damit mehr Kinder mit Förderbedarf einen Hauptschulabschluss erreichen. Deshalb sollten neue Sekundarschulen von vorneherein als inklusive Schulen geplant werden“.

Gleichzeitig fordert Voller, dass auch an den anderen Schulen mehr getan wird, um möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu einem Abschluss zu führen: „Mehr Schulsozialarbeit und zusätzliche Förderung vor allem für Kinder mit Migrationshintergrund können im Vorfeld unterstützen. Finanzielle Mittel hierfür müssen gegebenenfalls erhöht werden. Zugleich müssen wir die Bildungseinrichtungen unterstützen, die das Nachholen von Schulabschlüssen ermöglichen.“