Pressemitteilung:

  • 22. Juni 2012

Im Ton vergriffen: Proberaum-Recherche bestätigt Mangel

Die Ergebnisse der Proberaum-Recherche, die gestern (Donnerstag) im Kulturausschuss vorgestellt wurden, bestätigen die problematische Situation der Bands in dieser Stadt. “Es gibt zu wenige und meist sehr teure Proberäume für Musikerinnen und Musiker in Düsseldorf. Die Stadt sollte deshalb die Handlungsempfehlungen des Berichtes sehr schnell umsetzen“, erklärt SPD-Ratsherr Rajiv Strauß. „Sie muss dabei ämterübergreifend handeln und den Bands aktiv Hilfestellung leisten.“

Im Auftrag des Kulturausschusses hatten Vertreter des Zakk und der Open Source GmbH einen Bericht zur aktuellen Probraumsituation in Düsseldorf erarbeitet. Er belegt: Die Zahl der Proberäume ist viel zu gering. Zudem sind diese Räume zum Teil auch viel zu teuer für junge Bands. Die Kaltmiete beträgt durchschnittlich 10 Euro pro Quadratmeter. Durch den Wegfall von Proberäumlichkeiten, wie dem Hochbunker in Lierenfeld, verschärft sich die Lage weiter.

„CDU und FDP haben den Bericht in der Kulturausschusssitzung leider nur zur Kenntnis genommen, ohne klare Aufträge zu erteilen “, erklärt Strauß. „Die Verwaltung will einen Ankauf des Hochbunkers prüfen. Dies wäre sicherlich eine gute Maßnahme, aber insgesamt nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.“

Wichtig ist für Strauß vor allem, nun schnell zu handeln. „Wie in dem Bericht empfohlen, könnte die Stadt einen öffentlichen Aufruf machen, um private Immobilienbesitzer zu bewegen, Proberäume zur Nutzung zur Verfügung zu stellen. Eine weitere Maßnahme wäre es, in leerstehenden städtischen Immobilien eine Zwischennutzung zu organisieren. Das alles muss nicht erst lange geprüft werden. Das kann man sofort machen, “ sagt Strauß. „Die ESC-Stadt Düsseldorf muss sich zu ihrer Musikszene bekennen und diese unterstützen.“