Pressemitteilung:

  • 23. Mai 2012

Opernehe: Etwas mehr Duisburg für Düsseldorf

„Was die CDU betrifft, wünsche ich mir etwas mehr Duisburg für Düsseldorf“, sagt Rajiv Strauss, SPD-Mitglied im Kulturausschuss. „Die CDU in Duisburg fordert den Erhalt der Theatergemeinschaft, während die Düsseldorfer CDU-Fraktion so schnell wie möglich auf Brautschau nach einem neuen Kooperationspartner gehen will.“

Während die CDU in Düsseldorf nämlich morgen in der Sitzung des Rates die Verwaltung beauftragen will, nach neuen Kooperationspartnern für die Deutsche Oper am Rhein zu suchen, hat die CDU Duisburg dort einen Antrag eingebracht, die über fünf Jahrzehnte erfolgreiche Opernehe trotz der Finanzprobleme in der Nachbarstadt nicht zu kündigen. Entschieden werden soll das voraussichtlich in der Sitzung des Duisburger Stadtrates am 25. Juni 2012.

„Es ist völlig unverständlich, warum die Düsseldorfer CDU diesen Termin und diese Entscheidung nicht abwarten will“, sagt Strauss, der auch Mitglied im Aufsichtsrat der Oper ist. „ Der Antrag der CDU zum jetzigen Zeitpunkt ist das falsche Signal. In Duisburg muss man annehmen, dass Düsseldorf auch nicht mehr will. Da helfen auch die wohlklingenden Lippenbekenntnisse des Bürgermeisters nichts.“

Die SPD hat deshalb ebenfalls einen Antrag gestellt, mit dem sich der Düsseldorfer Stadtrat zur Opernehe mit Duisburg bekennen soll. „Aus unserer Sicht gibt es keinen Grund, die Kooperation mit Duisburg zu beenden“, sagt Mohrs. „Ich habe Verständnis dafür, dass man in Duisburg angesichts der dortigen ernsten Finanzprobleme alles auf den Prüfstand stellt. Aber die Opernehe war und ist erfolgreich. Ich weiß, dass man das auch in Duisburg so sieht und deshalb bin ich überzeugt, dass man sich am Ende auch dort für die weitere Zusammenarbeit entscheiden wird.“