Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 08. Mai 2012

Sekundar- und Gesamtschulen nicht gegeneinander ausspielen: SPD und Bündnis 90/Die Grünen fordern weiterhin eine stadtweite Elternbefragung

„Die Aussagen der Verwaltung zum Bedarf einer weiteren Gesamtschule sind schon sehr befremdlich“, sagt Prof. Rudi Voller, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „Die Anmeldezahlen machen seit Jahren deutlich, dass die Eltern eine weitere Gesamtschule wollen. Grundsätzlich wäre aber, was den Bedarf an weiterführenden Schulen betrifft, eine Elternbefragung zu allen Schulformen dringend erforderlich. In anderen Städten macht man das. Es wäre schön, wenn die CDU in Düsseldorf das endlich akzeptieren würde. Bis jetzt jedenfalls wird der Elternwille, der sich in den Anmeldezahlen manifestiert, aus ideologischen Gründen konsequent ignoriert.“

Voller nimmt damit Stellung zu einem Interview des Schuldezernenten und der neuen Leiterin des Schulverwaltungsamtes. Auch den Aussagen zum Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Hauptschulempfehlung an Gesamtschulen widerspricht Voller: „Die Drittel-Parität ist eine reine Kann-Bestimmung. Das sollte die neue Leiterin wissen. Dass die Sekundarschulen ein Ersatz für fehlende Gesamtschulen sein könnten, entspricht nicht der Absicht des Gesetzgebers. Man darf hier nicht die neuen Sekundarschulen gegen die Gesamtschulen ausspielen“.

Die ganze Diskussion wäre nicht notwendig, wenn man auch in Düsseldorf den auf Landesebene beschlossenen Schulfrieden akzeptieren würde. „Der Elternwille muss Dreh- und Angelpunkt unserer schulpolitischen Entscheidungen sein. Ideologische Blockaden bringen uns nicht weiter – und die Schülerinnen und Schüler auch nicht“, sagt Voller abschließend.