Pressemitteilung:

  • 10. April 2012

Marionettentheater muss Kredit aufnehmen: Stadt sollte finanzielle Unterstützung prüfen

„Das Marionettentheater ist ein fester Bestandteil der lokalen Kulturlandschaft und erfreut sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt. Für die Fortsetzung seiner Arbeit und die Verwirklichung der Produktion „Die unendliche Geschichte“ muss es nun einen Kredit aufnehmen. Die Stadt sollte das zum Anlass nehmen, die Höhe der städtischen Unterstützung für das Marionettentheater zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen“, erklärt Ratsfrau Cornelia Mohrs, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. „Um die Vielfalt und die hohe Qualität der Produktionen zu sichern, reichen die aktuellen Fördermittel offensichtlich nicht aus. Hier sollte das Kulturamt prüfen, ob eine Erhöhung der Zuschüsse möglich und sinnvoll wäre.“

Die Stadt bezuschusst das Marionettentheater jährlich mit etwa 190.000 Euro, dieser Betrag ist seit Jahren konstant. Trotz hoher Besucherzahlen ist das Theater angesichts von Kostensteigerungen dennoch immer wieder mit finanziellen Engpässen konfrontiert.

„Bereits im Rahmen der Etatberatungen für das Jahr 2012 haben wir eine Erhöhung der Fördergelder für das Theater gefordert. Damit sollte die Produktion „Die Unendliche Geschichte“ nach Michael Ende ermöglicht werden. Obwohl das Theater aussagekräftige Informationen zur Arbeitssituation und zu den Anforderungen der Produktion vorlegte, lehnten CDU und FDP eine Erhöhung der Mittel ab und verweisen aktuell das Theater lediglich auf die Suche nach anderen Mittelgebern. Es ist bedauerlich, dass das Marionettentheater die benötigten Mittel nun nur in Form eines Kredites erhalten wird“, so Mohrs. „Wir hoffen, dass die Ratsmehrheit und Verwaltung unsere Forderung nach einer Erhöhung der Mittel erneut prüfen werden, um das Marionettentheater vor der Verschuldung zu bewahren.“