Pressemitteilung:

  • 23. März 2012

Sprachfördermaßnahmen in Tageseinrichtungen: SPD fordert Gesamtkonzept

„ Die Tendenz des zusätzlichen Sprachförderbedarfs bei Kindern in den Tageseinrichtungen ist steigend. Für eine erfolgreiche Umsetzung auf kommunaler Ebene, benötigen wir daher dringend ein Gesamtkonzept“, erklärt SPD Ratsfrau Walburga Benninghaus, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses.

Die Bundesregierung hatte auf diese Entwicklung mit der Initiative „Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“ reagiert, von der auch 24 Düsseldorfer Kitas gefördert werden. Ziel der Maßnahme ist die Weiterentwicklung der Sprachförderkurse, insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder aus bildungsfernen Familien, mit dem Schwerpunkt der Förderung von Kindern unter 3 Jahren.
Auch die Landesregierung hat in der 1. Stufe zur Revision des Kinderbildungsgesetztes (KiBiz) den finanziellen Anspruch, den jedes Kind hat, das einer zusätzlichen Sprachförderung bedarf, erhöht. So wird die kontinuierliche Förderung der Sprachentwicklung des Kindes im Gesetz verankert. Damit sind die Tageseinrichtungen für Kinder verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass Kinder, die nicht über eine altersgemäße Entwicklung der deutschen Sprache verfügen, eine zusätzliche Sprachförderung erhalten.

Damit diese und alle weiteren Sprachfördermaßnahmen in den Tageseinrichtungen in Düsseldorf koordiniert und zielgerichtet durchgeführt werden, hat die SPD-Ratsfraktion im nächsten Jugendhilfeausschuss einen Antrag gestellt. Indem wird die Verwaltung gebeten, dem Ausschuss nach den Sommerferien ein Gesamtkonzept für die Durchführung von Sprachfördermaßnahmen in den Tageseinrichtungen für Kinder vorzulegen.
„Dieses Konzept soll Kernziele, wie Maßnahmen der Sprachförderung im Bereich der Bildungsförderung für Kinder von 0 bis 10 Jahren und die Möglichkeiten der Elternarbeit im Sprachbereich beinhalten. Des Weiteren fordern wir den Ausbau der Qualifizierungsangebote für die Fachkräfte und die gezielte Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund“, erklärt Benninghaus abschließend.