Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 23. Februar 2012

Sonntagsöffnungen in Düsseldorf: Modell fürs Land

„Na also, geht doch: Weniger ist möglich“, kommentiert der Fraktionsvorsitzende Markus Raub die gestern vorgelegte Liste der für 2012 vorgesehenen Ladenöffnungen an Sonntagen. Diese sieht im Jahr 2012 nur noch an neun Sonntagen eine Ausnahme vom sonntäglichen Ladenschluss vor. Damit liegt sie deutlich unter der Zahl des Vorjahres, 2011 waren es noch 16 Sonntage.

Für Raub ist dies das erfreuliche Ergebnis der intensiven Debatten im Vorjahr. Die SPD hatte zusammen mit den Gewerkschaften und Kirchen für mehr Schutz der sonntäglichen Ruhe und der Beschäftigten im Einzelhandel gekämpft und dazu auch Anträge in den Rat eingebracht. Schließlich hatte man sich darauf geeinigt, an einem Runden Tisch zusammen mit dem Einzelhandelsverband neue Kriterien für die Sonntagsöffnungen zu erarbeiten. An diesen Gesprächen wurden auf Druck der SPD auch die Gewerkschaften und die Kirchen beteiligt.

„Die neuen Kriterien zeigen nun offenbar erstmals Wirkung. Eine Reduzierung von 16 auf neun Sonntage ist ein schöner Erfolg“, sagt Raub.

Mit Blick auf die zurzeit im Land geführte Debatte um die generellen Ladenöffnungszeiten empfiehlt er das Düsseldorfer Modell, zumindest für die Sonntagsöffnungen. „Ob am Ende der Debatte eine Reduzierung der Ladenöffnungszeiten unter der Woche notwendig erscheint oder nicht, kann zurzeit noch nicht gesagt werden. Das debattiert die SPD auch in Düsseldorf derzeit intensiv. Ein neuer gesetzlicher Rahmen für die Sonntagsöffnungen sollte aber auf jeden Fall beraten werden. Das ist in den letzten Jahren überall ausgeufert. Hier könnte unsere Düsseldorfer Lösung durchaus Modell für eine landesweite Regelung werden.“