Pressemitteilung:

  • 13. Februar 2012

Offene Ganztagsschulen: SPD befürwortet feste Zeitregelungen

„Wir halten die rhythmisierte, d.h. eine zeitlich festgelegte Gestaltung der Ganztagsschule für die richtige Wahl für die Schülerinnen und Schüler in Düsseldorf“, sagt Prof. Dr. Rudi Voller, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „Eine Regelung mit flexiblen Abholzeiten führt zum Qualitätsverlust der Angebote. Die Forderung der FDP, Schulen müssten dann entsprechend interessante Programme anbieten, damit die Eltern ihre Kinder nicht früher abholen, ist keine pädagogisch sinnvolle Regelung. Das ist einfach strukturierter Marktliberalismus der FDP, den sie ungeprüft auf den Ganztagsbetrieb übertragen will.“

Die SPD sieht vor allem in der rhythmisierten offenen Ganztagsschule die Gewährleistung für die schulische Qualität und die Kompetenz der Erzieherinnen und Erzieher. „ Wenn Schulen Angebote haben, in dem alle 5 Minuten ein Kind abgeholt wird, führt dies zum Qualitätsverlust. Dies ist weder im Interesse der Eltern, noch der Kinder“, erklärt Voller. „Hinzu kommt, dass Ganztagsschulen für den rhythmisierten Unterricht vollbeschäftigte Erzieherinnen und Erzieher anstellen können. Ansonsten greifen Schulen gerne auf Beschäftigte auf 400 Euro Basis zurück, die nicht mit dem qualifizierten Fachpersonal zu vergleichen sind.“

Voller betont aber, dass flexible Abholzeiten in Ausnahmefällen erlaubt sein können. „Jede Schule sollte die Möglichkeit haben, Ausnahmen zu genehmigen. Jedoch sollte diese Entscheidung allein in der Hand der Schulen liegen“, sagt Voller abschließend