Pressemitteilung:

  • 10. Februar 2012

Wohnungsbau in Düsseldorf: Zweifelhafte Zahlen der CDU

„In Düsseldorf mangelt es weiterhin an Wohnungen im mittleren und niedrigen Preissegment“, sagt Andreas Rimkus, wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „Die Behauptung der CDU, es würden Wohnungen in allen Preislagen in Düsseldorf gebaut werden, gibt die Realität nicht richtig wieder. Tatsache ist, dass der Großteil der 8.000 Wohnungen, die die CDU als Beleg anführt, preislich jenseits dessen liegen, was sich Menschen mit mittlerem und niedrigem Einkommen leisten können.“

Die Mietpreise in den von der CDU genannten neuen Wohnquartieren Grafental, Quartier Central, Quartier M, und Heine Gärten liegen zwischen 10 Euro bis 14 Euro pro Quadratmeter. Für die Wohnungen im Rheinpark Bilk ist von 14 bis 16 Euro pro Quadratmeter die Rede. Von den insgesamt 1000 Wohnungen im Grafental werden ca. 35 Wohneinheiten öffentlich gefördert sein. Im Quartier M von den bisher geplanten 500 Wohnungen nur ca. 45 Wohneinheiten, im Quartier Central und den Heine Gärten sind keine vorgesehen.

„Laut Experten brauchen wir bis 2020 ca. 28.000 neue Wohnungen. Das bedeutet, dass wir pro Jahr mindestens 2.800 neue Wohnungen schaffen müssen. Momentan werden jährlich ca. 1000 Wohnungen gebaut. Davon sind nur ca. 180 Wohnungen öffentlich gefördert. Den knapp 160.000 Düsseldorfer Haushalten, die einen Anspruch auf den Wohnberechtigungsschein haben, ist damit nicht geholfen“, betont Rimkus.

Dabei gibt es durchaus Interessenten wie beispielsweise die Städtische Wohnungsgesellschaft, Wohnungsgenossenschaften und Investoren, die Wohnungen im mittleren und niedrigen Preissegment schaffen können und wollen. Dies gilt auch für die Umwandlung von leerstehenden Büroflächen in Wohnungen.

„Die Stadt nutzt ihre Instrumente nicht, um die Schaffung von Wohnungen in mittleren und niedrigen Preislagen voranzutreiben. CDU und FDP überlassen alles dem Markt.“

Die Erklärungen des CDU-Bürgermeisters Conzen sind für Rimkus lediglich Versuche die ungenügende Wohnungspolitik schön zu reden. „Das Handlungskonzept Wohnungsbau zeigt weder Ziele noch Lösungen für den derzeitigen Mangel auf. Die CDU will die Wohnungsproblematik nicht wahr haben. Dies setzt sich auch im Handlungskonzept der Verwaltung fort“, sagt Rimkus abschließend.