Pressemitteilung:

  • 01. Februar 2012

Undichtes Dach beim museum kunstpalast: SPD fragt nach Masterplan Kulturbauten

„Die jetzt festgestellten Undichtigkeiten am Sheddach des museum kunstpalast machen deutlich, wie dringend ein Masterplan zur Sanierung der Kulturbauten ist. Anstelle von Flickwerk braucht die Stadt einen verbindlichen Plan, wie sie die in die Jahre gekommenen städtischen Kultureinrichtungen sanieren will“, erklärt Cornelia Mohrs, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. „Man darf das nicht länger verschleppen. Wie teuer das werden kann, sehen wir ja auch am Beispiel des Dienstgebäudes Marktplatz 6. Dort hat man jahrelang nichts getan und jetzt muss man es eilig räumen und außerplanmäßig mit rund 20 Millionen Euro sanieren.“

Vergangenes Wochenende wurde durch einen Pressebericht bekannt, dass das erst im vergangenen Jahr überholte Sheddach des museum kunstpalast über dem Südflügel des Gebäudes schon wieder undicht ist. Deswegen wurden Teile der Ausstellung zeitgenössischer Kunst für Besucherinnen und Besucher vorerst geschlossen. Ob Schäden an Kunstobjekten entstanden sind, ist bisher nicht bekannt.

„Mehrere Düsseldorfer Kultureinrichtungen weisen bauliche Mängel und Schäden auf. Diese behindern nicht nur die tägliche Arbeit der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch den Ausstellungsbetrieb. Zudem sind die dort ausgestellten oder gelagerten Kulturgüter gefährdet“, stellt Mohrs fest. „Städtische Einrichtungen wie das Stadtarchiv oder die Zentralbibliothek sind bereits seit langem sanierungsbedürftig. Die Verwaltungsspitze hat sich jedoch bisher nicht an ihre Zusage gehalten, einen Masterplan Kulturbauten aufzulegen und die baulichen Mängel bald zu beseitigen.“

Die SPD-Ratsfraktion hat zu den Undichtigkeiten beim museum kunstpalast in der morgigen Ratssitzung eine Anfrage aus aktuellem Anlass gestellt. „Ich hoffe, dass die Verwaltungsspitze auf ihre großen Worte endlich Taten folgen lässt. Zu einem glaubwürdigen Image von Düsseldorf als Stadt für Kunst und Kultur gehören intakte Kultureinrichtungen“, sagt Mohrs abschließend.