Pressemitteilung:

  • 18. Januar 2012

SPD fragt nach: Was wird aus den Proberäumen im Bunker Lierenfeld?

„Die SPD-Ratsfraktion will im Kulturausschuss von der Stadt erfahren, wie es mit den Proberäumen im Hochbunker am Gatherweg weitergeht“, sagt Ratsfrau Cornelia Mohrs, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. „Wir erwarten von der Stadt konkrete Aussagen dazu, wie sie die Schließung der 80 Proberäume verhindern oder adäquaten Ersatz anbieten will.“

Die Situation der Musikszene ist nach Auffassung der SPD ohnehin wegen der geringen Zahl der Proberäume stadtweit kritisch. Viele Musikerinnen und Musiker beklagen die hohen Mietkosten und baulichen Defizite der vorhandenen Proberäume. Viele Nachwuchsbands haben Probleme, Proberäume überhaupt zu finden oder bezahlen zu können.

„Das ist ein Armutszeugnis für die Stadt, die mit Millionen-Summen den ESC veranstaltet hat“, sagt Mohrs. „Die Stadt setzt auf Prestigeveranstaltungen, während die freie Kulturszene das Nachsehen hat. Mit unserer Anfrage wollen wir die Verwaltung auf die Wichtigkeit des Themas hinweisen und nicht nur im konkreten Fall, sondern generell ein Verbesserung der Situation erreichen.“

Die Schließung des Hochbunkers in Lierenfeld, der bisher mit 80 Proberäumen Musikerinnen und Musikern als Arbeitsraum gedient hat, wäre ein fataler Verlust für die Musikszene in Düsseldorf.

„Als SPD stehen wir hinter den Künstlerinnen und Künstlern dieser Stadt. Als Kunst- und Kulturstadt steht die Verwaltung in der Pflicht. Sie muss handeln. Sie muss wegen des Bunkers Gespräche mit dem Bund aufnehmen und darüber hinaus mehr preiswerte Proberäume zur Verfügung stellen“, sagt Cornelia Mohrs abschließend.