Pressemitteilung:

  • 21. Dezember 2011

Proberäume in Düsseldorf: Musikszene benötigt dringend Räumlichkeiten

„ Die Schließung von 80 Proberäumen ist ein fataler Einschnitt für die Musikszene in Düsseldorf“, kommentiert Rajiv Strauß, SPD Ratsherr und Mitglied des Musikbeirats die schlechten Nachrichten zum Hochbunker in Lierenfeld.

Strauß verweist darauf, dass es bereits jetzt zu wenige Proberäume in Düsseldorf gibt und den Musikerinnen und Musikern das Arbeiten zunehmend erschwert wird. Seit langem weist die SPD auf diese Situation hin.

„Mit der Schließung des Bunkers würden weitere Proberäume entfallen. Das passt nicht zu den Ankündigungen, auch die Musikszene in Düsseldorf würde vom ESC profitieren. Die Stadt sollte prüfen, ob sie den Bunker kauft, die Proberäume saniert und dann den Musikern zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung stellt. Wenn das nicht möglich ist, muss dringend Ersatz an anderer Stelle in Düsseldorf gesucht werden.“

Die Musikszene beschwert sich seit langem über die knappen Probemöglichkeiten. Eine Umfrage des Kulturamts bei Musikerinnen und Musikern ergab, dass 65 % der Bands mit der aktuellen Situation unzufrieden sind. Ein größeres Angebot an preiswerten Proberäumen mit einem gewissen Mindeststandard, wie etwa Trockenheit, Sauberkeit, Beheizbarkeit und guter Akustik in den Räumen, wurden als Wünsche der Bands festgehalten.

„Das Defizit ist seit langem bekannt. Jedoch wurden bisher wenig unternommen, um die Situation spürbar zu verbessern. Die SPD-Ratsfraktion wird das Thema in der nächsten Sitzung des Kulturausschusses wieder zur Sprache bringen.“, sagt Strauß abschließend.