Pressemitteilung:

  • 24. November 2011

Hilfsangebote im Drogen- und Suchtbereich koordinieren und Defizite ausgleichen

Auf Initiative der SPD-Ratsfraktion hat der Ausschuss für Gesundheit und Soziales bei seinen gestrigen Etatberatungen das Gesundheitsamt beauftragt, dem Ausschuss eine Übersicht zu erstellen, welche Hilfsangebote mit wieviel Personal es im Drogen- und Suchtbereich in Düsseldorf gibt und an welche Zielgruppen sich die Angebote wenden. Das Ergebnis soll dem Ausschuss im nächsten Jahr vorgelegt werden.

Hintergrund des Antrages ist die Tatsache, dass zu den gestrigen Beratungen des Haushaltsplanes 2012 des Gesundheitsamtes mehrere Anträge verschiedener Verbände und Organisationen zum Thema Drogen- und Suchtprävention vorlagen. Diese Anträge hatten ein Finanzvolumen von insgesamt rund 980.000 Euro, die zur Finanzierung von 12,5 Personalstellen eingesetzt werden sollten. Damit sollten laut Begründung u.a. die

  • „Suchtprävention für Mädchen und junge Frauen“,
  • „Suchtprävention für Jugendliche mit kritischem Konsumverhalten im Bereich Alkohol“,
  • „Betreuung und Begleitung für konsumierende Migrantinnen und Migranten“,
  • „Beratung/Betreuung von pathologischen Glücksspielern und Computersüchtigen“,
  • „Suchtvorbeugung mit risikokonsumierenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen“,
  • „aufsuchende präventive Arbeit für jugendliche und junge Erwachsene aus der ehemaligen Sowjetunion“ und
  • „Gruppenangebote für Kinder aus suchtbelasteten Familien“

    ausgebaut bzw. neu geschaffen werden.

    „Jedes Angebot für sich genommen ist sicherlich eine sinnvolle Maßnahme, aber ein abgestimmtes und schlüssiges Gesamtkonzept zur Suchtprävention ist nicht zu erkennen“, erklärt Rajiv Strauß, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, die Zielsetzung des Antrages. „Um diese Anträge einordnen und bewerten zu können, haben wir die Erstellung der Übersicht beantragt. Dies soll als Einstieg dienen, die Düsseldorfer Hilfsangebote im Drogen- und Suchtbereich zu koordinieren, Überschneidungen zu vermeiden und Defizite zu erkennen.“


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