Pressemitteilung:

  • Düsseldorf/Brüssel, 28. September 2011

„Europäische Hilfe für entlassene NRW-Beschäftigte - auch ehemalige Beschäftigte einer Wülfrather Firma profitieren“

Die 778 entlassenen Mitarbeiter/innen der fünf nordrhein-westfälischen Zulieferunternehmen der Automobilindustrie erhalten Unterstützung aus der EU. Das Europäische Parlament hat heute hierfür mit großer Mehrheit 4,3 Millionen Euro aus dem Globalisierungsfonds (EGF) freigegeben, um den Beschäftigten, die im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Arbeitsplatz verloren haben, mit Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen bei ihrer Suche nach einer neuen Stelle zu helfen.. Von diesen Mitteln profitieren nun auch die 224
ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Tedrive Steering GmbH aus Wülfrath.

"Die Maßnahmen werden individuell auf die entlassenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgestimmt. Dazu gehören Qualifizierungsmaßnahmen, konkrete Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche und Existenzgründerberatung", erklärte die SPD-Europaabgeordnete Petra KAMMEREVERT. "Sie ersetzen vor Ort bereits getroffene Maßnahmen nicht, sondern
begleiten und unterstützen." Die 69 Frauen und 709 Männer in NRW hatten ihren Arbeitsplatz aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise verloren. Die Nachfrage nach neuen Kraftfahrtzeugen in der Europäischen Union ist in den letzten vier Jahren erheblich zurückgegangen. 2006 einigten sich das Europäischen Parlament, der Rat und die Europäische Kommission darauf, ab 2007 bis zu 500 Millionen Euro jährlich für diesen Fonds bereitzustellen. Zwischen 2007 und 2010 haben europaweit 68.546 Arbeitskräfte vom Europäischen Globalisierungsfonds profitieren können. Davon erhielten 7.593 entlassene Beschäftigte in
Deutschland Beratung, Betreuung und Hilfe zur Wiedereingliederung auf dem Arbeitsmarkt,
unterstrich die Sozialdemokratin.

"Die Praxis zeigt, dass über den Europäischen Haushalt mit dem EGF in den Mitgliedstaaten
entlassenen Arbeitskräften maßgeschneiderte und profunde Unterstützung angeboten werden kann", so Petra KAMMEREVERT. "Das sind sinnvoll eingesetzte Haushaltsmittel, für die Menschen direkt erfahrbar!"