Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 21. September 2011

132 Millionen für Kö-Bogen II: Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange

"Endlich nennt die Verwaltung konkrete Zahlen für den Kö-Bogen II. Trotz laufender Oberflächenplanungen hat die Stadt sich über Monate hinweg geweigert zu erklären, wie viel die darunter liegenden Tunnel den Düsseldorfer Steuerzahler kosten werden", sagt Bürgermeisterin Gudrun Hock. "Jetzt ist es offiziell: Die Kosten für den gesamten Kö-Bogen liegen mindestens bei den von uns prognostizierten 350 Millionen Euro."

Die SPD-Ratsfraktion bezweifelt jedoch, dass es bei der nun angekündigten Summe bleiben wird. Die Erfahrung zeigt, dass Bauprojekte der Stadt am Ende immer deutlich teurer werden. Aus Sicht der Verwaltung ein normaler Vorgang. Zuletzt hatte der Verkehrsdezernent die Kostensteigerungen von 650 Millionen auf 750 Millionen (also um rund 15 %) beim Bau der Wehrhahnlinie als "üblich" bezeichnet.

"Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Man darf auch beim Kö-Bogen II mit deutlichen Kostensteigerungen rechnen", sagt Hock. "Dabei sind diese Tunnel völlig überflüssig und haben keinen verkehrstechnischen Wert. Das Geld wäre an anderer Stelle, z.B. bei der Schulbausanierung oder beim Ausbau der Ganztagsbetreuung besser angelegt. Aber wenn es um ihr Prestigeprojekt geht, schaltet die schwarz-gelbe Ratsmehrheit auf stur. Das erklärt wohl auch, warum jetzt schon ein Bau- und Finanzierungsbeschluss her muss, obwohl es für die Planung noch gar keine rechtliche Grundlage gibt."