Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 02. August 2011

Jusos: Azubis brauchen Jugendwohnen

Anlässlich der jüngsten Meldungen zum Auszubildendenmangel bekräftigen die Jusos Düsseldorf ihre Forderung nach bezahlbarem Jugendwohnen. „Düsseldorf wird sich in Zukunft stärker um geeignete Bewerber von außerhalb bemühen müssen“, meint Juso-Sprecher Oliver Schreiber. „Die hohen Mieten sind dabei ein Riesenproblem. Bei 400 Euro Lehrlingsgehalt ist eine Ausbildung in der Landeshauptstadt kaum zu stemmen.“ Abhilfe erhofft sich der SPD-Nachwuchs von preiswerten Azubi-Wohnungen. „Wir wünschen uns ein Auszubildendenwerk für Düsseldorf. Stadt, Arbeitgeber und Gewerkschaften sollten sich unter einem gemeinsamen Dach zusammenfinden, um jungen Menschen in der Lehrzeit preiswerten Wohnraum, aber auch Beratung und pädagogische Begleitung zu ermöglichen.“

„Für die Azubis wäre der Ausbau des Jugendwohnens eine ganz praktische Hilfe und für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal,“ ist sich Schreiber sicher. Tatsächlich aber geschehe aktuell genau das Gegenteil. Die wenigen Plätze im Jugendwohnen, die zum Beispiel das Kolpingwerk anbietet, seien akut von der geplanten Reform der Arbeitsmarktinstrumente bedroht. „Wenn die Kürzungen der Bundesregierung durchkommen, wird es in Düsseldorf überhaupt kein außerbetriebliches Azubi-Wohnen mehr geben,“ so Schreiber abschließend. „Das wäre für die Ausbildungsstadt Düsseldorf genau der falsche Schritt zur falschen Zeit.“