Pressemitteilung:

  • 19. Juli 2011

Altstadtpflaster: SPD will Rechnungsprüfungsamt einschalten

„Wir werden das Gutachten abwarten und dann entscheiden, ob das Rechnungsprüfungsamt eingeschaltet werden soll“, sagt Peter Knäpper, Mitglied im Bauausschuss und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses. „Was wir zur Zeit hier erleben ist ein trauriges Sommertheater zu Lasten der Altstadtwirte, der Anlieger und der Besucher. Die Stadtspitze hat sich ja bei ihrer selbstherrlichen Entscheidung für diese Steine über alle Vorschläge und Forderungen nach einem ordentlichen Wettbewerb hinweggesetzt. Nun muss man fragen, wer die Verantwortung hat und was das alles kostet. Auch eine Entschädigung der Geschäftsinhaber muss in Betracht gezogen werden.“

Die SPD hatte von Anfang an gefordert, die Art und Auswahl der Altstadtbepflasterung in einem offenen Wettbewerb zu klären, um eine möglichst schöne und gute, zum historischen Kern der Stadt passende, Lösung zu finden. CDU und FDP hatten aber den Vorschlag der Verwaltung durchgesetzt.

„Dieses Einheitsgrau wirkt da, wo das Pflaster bereits verlegt ist, eher langweilig“, sagt Knäpper. „Aber über Geschmack läst sich nicht streiten. Wohl aber über die Fragen der Reinigung und die Qualität der Steine. Das ganze Theater erinnert fatal an die Serie von Pleiten, Pech und Pannen bei der Alten Paketpost. Anstatt jetzt mit einem angeblichen Bau-Stopp Symbol-Politik zu betreiben, hätte der Oberbürgermeister besser vorher genauer hinsehen sollen, was seine Verwaltung da plant.“