Kö-Bogen

Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion

Markus Raub, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion
Sagen Sie uns Ihre Meinung! Der sog. „Kö-Bogen“ ist ein von Anfang an sehr umstrittenes Projekt in Düsseldorf. Dabei stand es auch für die SPD nie zur Debatte, ob dieses als Wendeschleife für die Bahnen genutzte Grundstück zu bebauen ist, sondern nur die Frage, wie man das angehen muß.
Das besondere Umfeld mitten im Herzen Düsseldorfs mit den das Stadtbild prägenden Bauten - dem Dreischeibenhaus, dem Tausendfüßler und dem Schauspielhaus - und die unmittelbare Nähe zum Gartendenkmal Hofgarten hätten ein sensibleres Vorgehen z.B. mit einem internationalen Planungswettbewerb erfordert. Stattdessen wurde eine Planung vorangetrieben, die möglichst viele Baufelder für Investoren erschließen sollte.
Die Bauarbeiten am Kö-Bogen sind inzwischen in vollem Gange.
Aber noch ist nicht alles entschieden. Vieles ist noch offen, vieles kann noch besser gemacht werden. Es gibt weiterhin Anlass zur berechtigten Kritik an dem Gesamtprojekt, die auch die jetzt vorgelegte Planung für die Oberflächengestaltung einschließt.
Was denken Sie darüber?Schreiben Sie uns ihre Meinung, ihre Vorschläge, ihre Kritik zum Projekt Kö-Bogen.
Die SPD wird diese Meinungen bündeln und in den weiteren Planungsprozess einbringen.
Schreiben sie uns unter
koebogen@spd-duesseldorf.deoder an
SPD-Ratsfraktion Rathausufer 8 40213 Düsseldorf Wir werden Ihre Zuschriften und Mails ggfs. auch gekürzt auf unserer Website unter Angabe des Absendernamens veröffentlichen.
Die SPD kritisiert:Zu den Gesamtkosten für das Projekt liegen noch immer keine belastbaren Zahlen von der Stadtspitze vor. Schätzungen gehen z. Zt. von rd. 350 Mio. € aus.
Das Projekt ist eine enorme Belastung für den städtischen Haushalt. Um die weitere Finanzierung zu sichern, wird in anderen, wichtigen Bereichen wie z.B. der Schulbausanierung oder den Kinderspielplätzen gespart.
Der Abriss des Tausendfüsslers ist aus finanziellen und verkehrstechnischen Gründen unsinnig. Er ist eine funktionierende Verkehrsverbindung. Der Abriss wird mindestens 78 Mio. € kosten.
Für den Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Tausendfüsslers gibt es keine rechtliche Grundlage. Die Gutachten der Denkmalschützer werden nicht veröffentlicht.
Die geplanten Tunnelanlagen sind überdimensioniert. Sie ziehen zusätzlichen Autoverkehr in die Stadt.
Die Tunnel sind nicht nur teuer im Bau sondern auch im Unterhalt.
Kürzere, kostensparende Lösungen wären möglich, werden aber nicht alternativ untersucht. Ebenso wird eine Kosten/Nutzen-Rechnung zu der Frage verweigert, ob der Erhalt des Tausendfüsslers nicht günstiger wäre.
Die Oberflächenplanung entspricht nicht den bisher gemachten Zusagen.
Schon während der Bauphase wurde der Hofgarten erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Quasi über Nacht wurde eine Strasse durch den geschützten Bereich entlang der Landskrone gebaut. Dafür wurden mehrere alte Bäume gefällt.
In der neuen Planung wird der Hofgarten zum Vorgarten der Neubauten degradiert
Anstelle einer, dem historischen Vorbild nachempfunden Baumallee entlang der neuen Gebäude soll eine schattenlose Stufenlösung direkt in den Hofgarten führen.
Die einzige Fuß- und Radwegeverbindung zwischen den beiden Hofgartenhälften, die Jägerhof-Passage wird wegen der längeren Tunnel entfallen.
Der versprochene „barrierefreie“ Übergang zwischen den beiden Hofgartenhälften wird angesichts der dort nun verkehrenden Straßenbahnen nur sehr schwer zu realisieren sein.
In keiner Zeichnung sind die zahlreichen großen Tunnelmünder und –rampen dargestellt. Aus gute Grund: sie würden den Gesamteindruck der schönen neuen Welt erheblich beeinträchtigen, wie sie es später in der Realität auch tatsächlich tun werden.
Die SPD fordert:
die Offenlegung aller Kosten für das Gesamtprojekt Kö-Bogen
einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Geld der Stadt. Die Schuldenfreiheit darf nicht durch solch ein Projekt gefährdet werden.
die Offenlegung aller Stellungnahme und Gutachten,insbesondere die, der Denkmalschützer zum Tausendfüßler und zum Hofgarten.
den Erhalt des Tausendfüßlers und den Verzicht auf teure Tunnel
eine ehrliche Darstellung der späteren Oberflächensituation, einschließlich einer Verschattungssimulation (der Neubauten auf den Hofgarten) und der Tunnelmünder und -rampen
einen behutsamen und angemessen Umgang mit dem Gartendenkmal Hofgarten
eine offene und transparente Bürgerbeteiligung, die die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger aufgreift und umsetzt.