Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 14. Februar 2012

Friedhofsmobil: Stadt sollte Kooperationsmöglichkeiten für sinnvolles Projekt prüfen

"Die Fraktionen im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und der Seniorenbeirat sind sich einig, dass ein Friedhofsmobil ein sinnvolles und hilfreiches Angebot gerade auf den großen Düsseldorfer Friedhöfen wäre. Das darf jetzt nicht an der Frage der Finanzierung scheitern", erklärt Helga Leibauer, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen.

Im August 2010 hatte die SPD eine Prüfung beantragt, unter welchen personellen, finanziellen und organisatorischen Bedingungen ein Friedhofselektromobil in Düsseldorf zum Einsatz kommen könnte. CDU und FDP schlossen sich diesem Prüfantrag damals nicht an. Sie beauftragten stattdessen die Verwaltung mit einer Prüfung, inwieweit das Projekt in Krefeld ein Vorbild für Düsseldorf sein könnte. In der gestrigen Sitzung zog die Verwaltung insgesamt eine positive Bilanz und sprach sich für den Nutzen eines Friedhofsmobils aus. Wegen der Streichungen im Bereich der Ein-Euro-Arbeitsgelegenheiten, auf die das Projekt in Krefeld angewiesen ist, sieht die Verwaltung jedoch aktuell keine Chance für den Betrieb eines Friedhofsmobils.

"Die Haltung der Verwaltung und auch der Mehrheitsfraktionen ist nur nachvollziehbar, wenn man sich auf eine bloße Nachahmung des Krefelder Modells beschränkt. Wir schlagen aber vor, auch kooperative Modelle und alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie beispielsweise in Köln zu prüfen. Dort stellt die Genossenschaft der Friedhofsgärtner das Personal, während nur die drei Fahrzeuge von der Stadtverwaltung gekauft wurden. Das zeigt doch, dass es auch anders geht", ergänzt Herbert Prickler, Bürgermitglied im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen. "Es muss nicht alles von der Stadt organisiert und bezahlt werden. Die Stadt sollte auf jeden Fall erneut mit den Friedhofsgärtnern das Gespräch suchen und Ansätze für ein gemeinsames Projekt besprechen. Auch der Seniorenbeirat hat hier seine aktive Mithilfe angeboten."

"Bei der weiteren Diskussion um das Friedhofsmobil sind wir als SPD-Fraktion auch gespannt, was die Verwaltung in der nächsten Sitzung über die Personalsituation im Gartenamt berichten wird", so Leibauer abschließend. "Wir sehen die Gefahr, dass nicht nur neue Projekte dem Personalmangel zum Opfer fallen, sondern auch bereits bestehende, wie zum Beispiel die Grünmobile, gefährdet sind."